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    Umweltzonen

    19. August 2010

    Zwischen Giengen und Heidenheim wurden dieser Tage die Straßenränder gemäht. Die Beschäftigten scheinen echte Naturfreunde zu sein, ließen sie entlang der ganzen Strecke rund um die Leitpfosten doch kleine Öko-Inseln stehen, besetzt mit Gras, Feldblumen und ähnlicher Flora. Aber auch die Fauna wird es ihnen danken, entstehen dort doch Naturparks im Miniaturformat – so genannte Umweltzonen –  und bilden beliebte Rückzugsgebiete für entlang von Landesstraßen lebenden, oft vom Aussterben bedrohten Kleinlebewesen. Genannt seien hier nur die Plankenmotte,  die gemeine Allradlarve oder der grüne Porschefalter.

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Galaktisch

    16. August 2010

    Nachdem die berühmten August-Meteoritenschauer hierzulande hinter dicken Wolken verborgen und damit leider auch für unsere spirituell angehauchten Redaktionsmitglieder (ich nenne keine Namen) so gut wie unsichtbar blieben, hier als klitzekleiner Ersatz ein Bild vom Nachthimmel über Giengen. Naturecht und kitschfrei, wie er uns per mail in die Redaktion gesandt wurde, noch dazu mit prächtigem Vollmond versehen. Dass es sich um Giengen handelt, erkennt man deutlich an der Stadtmauer im unteren Bildteil. Nicht ganz geklärt ist die Frage, ob es sich um das Giengen an der Brenz auf der Erde handelt, oder doch um das im Andromedanebel.

    (Scherz beiseite. Es handelt sich um das Werbeplakat der Filmfreunde von “Brenzflimmern”, die jetzt am Wochenende wieder Filme an der Giengener Stadtmauer zeigen.)

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Feuer frei!

    11. August 2010

    Gestern Grillabend mit guten Freunden. Flackerndes Lagerfeuer, Rindersteaks, Gitarrenklänge  - heitere Sommeridylle in Giengener Naturlandschaft.  Weniger heiter und idyllisch das Gesprächsthema. Die Zeitung, naturalmente. Motzen, schimpfen, nölen. Was da so alles kommt! Interviews mit Oberbürgermeistern, in denen überhaupt nix Neues steht! Blödsinnsartikel über Herbststimmung im Hochsommer! Das Luftbildrätsel viel zu leicht! Und überhaupt: die Giengenseite manchmal nicht zu finden! Und wenn, dann ganz hinten zwischen Traueranzeigen und Terminseite!

    Man verteidigt sich, man argumentiert: Anzeigenverteilung, Seitenspiegel, Farbbelegung. Dass es einem auch nicht passt, wenn die Giengenseite munter durch die Zeitung wandert. Dass man nicht nur tiefgründige Kommunalpolitik, sondern auch mal was Unterhaltsames schreiben mag. Dass nicht mal die flirrende Großstadt Giengen ständig Überthemen hergibt, zumal im August. Aber: Das Verständnis, so kommt es einem vor, scheint begrenzt.

    Immerhin: Zum Entfachen eines Lagerfeuers ist eine Zeitung super.

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Wunder der Natur

    9. August 2010

    Rätsel über Rätsel…:

    Kornkreis? (Nö, kann nicht sein, gibt ja kein Korn…) Keltische Kultstätte? (Nö, da fehlt die passende Höhle nebenan…) Marsianer? (Rupp fragen, mit denen kennt er sich aus…) Am wahrscheinlichsten: Altsteinzeitliche Erduhr, die Swatch des Neandertalers. In diesem Fall die  Rulaman-Edition mit dem schicken Stundenzeiger aus Naturbuche (“Nie mehr eine Orgie verpassen…!”)

    Tschuldigung! August! Sommerloch! Es vernebelt einem das Hirn…

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Der Name ist Programm

    6. August 2010

    Was für ein Namens-Zufall: Ein gewisser August Göckele lädt ein zum Göckelesfest. Kann man mit so einem Namen seines Lebens glücklich werden? War der arme Mann schon als Junge ewigen Hänseleien ausgesetzt? Dass August Göckele jetzt auch noch Kleintierzüchter ist und Gockel und Hennen paart, setzt dem ganzen noch die Krone auf.

    So könnte man das auf den ersten Blick lesen. Und so habe ich die Mitteilung beim schnellen Draufblick auch gelesen und – man kann es sich vorstellen – laut gelacht.

    Aber falsch: August ist kein Vorname sondern der Monat, der Tag steht in der anderen Zeile. Soll also heißen “Es gibt am 6. August Göckele.”  Falls es jemanden interessiert: am Wochenende bei den Kleintierzüchtern in Mergelstetten.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Always look on the bright side

    5. August 2010

    Kennt ja jeder, so Tage: Ständig nur Ärger, an allen Fronten. Als vorhin dann noch eine erfreulich rüstige 90-jährige Leserin anrief, es sei eine Unverschämtheit und eine sträfliche Mißachtung der älteren Menschen, weil man ihren Leserbrief nicht abdrucken wolle, in dem sie darlege, wie nett es in ihrem Pflegeheim sei, hat’s mir gereicht, und ich beschloss, jetzt mal positiv in die Welt zu blicken. Erster Erfolg: Man sieht Smileys :-) , wo man es gar nicht vermutet (siehe Foto). Und schon fühlt man sich besser.

    Ich probier’s gleich nochmal:  :-) :-) :-)

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Rehe ohne Scheu

    3. August 2010

    Das Reh gilt gemeinhin als scheues Tier. Wer es beobachten will, muss leise sein und sich sehr vorsichtig bewegen. Nicht ohne Grund sitzen Jäger stundenlang in ihrem Ansitz, um die Tiere vors Gesicht zu bekommen. Umso mehr war ich heute morgen bei der Fahrt zur Arbeit verwundert.

    In Königsbonn an der Zanger Steige ästen drei Tiere völlig unbeeindruckt von den vorbei fahrenden Autos und Lkws auf der Wiese neben der Straße. Sie hoben nicht einmal den Kopf, um ihr Frühstück zu unterbrechen. Nicht selten bekommt man in unserer Gegend Wildtiere zu sehen. Doch passiert mir das eher beim Abendspaziergang abseits der befahrenen Straßen oder beim Joggen – doch so offentlichtlich morgens um halb neun Uhr neben einer doch recht gut befahrenen Straße?

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Zum Wetter…

    30. Juli 2010

    Nachdem Kachelmann jetzt wieder auf freiem Fuß ist, ist ja wohl zu hoffen, dass endlich das Wetter wieder besser wird. War ja (siehe Foto, Marktstraße Giengen) katastrophal zuletzt. Zudem ist wohl zu erwarten, dass beim Strafverfahren gegen K. ab sofort Jugendstrafrecht angewandt wird. Wie war zu lesen (in der Zeitung, der mit den großen Buchstaben): K. sehe nach seiner Entlassung “Schlanker!” und “Jünger!” aus. Kuraufenthalt U-Haft, offensichtlich. Tolle Sache.

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Zeitungsfritzen (3)

    28. Juli 2010

    Man könnte neidisch werden:

    “Es war toll”, erinnert sich Lewis McAdams, einer der ersten Redakteure: “Wir kamen um halb elf in die Redaktion, tranken Kaffee mit Brandy, rauchten Joints und warteten einfach, bis jemand reinschaute und uns was erzählte. Das tippten wir dann ab. Um eins war die Zeitung fertig, um fünf hatte jeder in Bolinas ein Exemplar. Wir verdienten jeden Morgen 20 Dollar und waren immer total blau.”

    Zur Klarstellung: es handelt sich um die Zeitung  ”Hearsay News” in Kalifornien. Die Realität in HDH schildere ich ein andermal.

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Sum-mäh-r in the City

    26. Juli 2010

    In Heidenheim mäh-rkt man ja nicht nur an den im-mäh-r kürzerä-ä-än Röckä-ä-än und an dem ver-mäh-rten Verbrauch von Speiseeis, dass die heissestä-ä-ä Jahreszeit im-mäh-r näher rückt, sondä-ä-ärn auch an den sä-ä-äsonalen Bewohnä-ä-ärn des Schloß-bääh-rges. Nachdem ich mir vor 2 Jahrä-ä-än noch vä-ä-ärdutzt die Augen gerieben habe, als ich den Schloß-bääh-rg aus der Fä-ä-ärne betrachtetä-ä-ä, gehörä-ä-än die jüngstä-ä-än Mitarbeitä-ä-är der Stä-ä-ädtischen Betriebe nun im Som-mäh-r ja fast schon zum gewohnten Stadtbild.

    Eingesä-ä-ätzt, um ihren Kollegen bei der leidigen Mäh-rabeit mit den Mäh-arbeiten zu helfen, erfreuen die Ziegen inzwischen auch im-mäh-r mäh-r die Spaziergä-ä-änger, Schulklassen, Kindergä-ä-ärten, Rä-ä-äntner und Pensionä-ä-äre, die außer Tau-bääh-n nun auch mal anderes Viehzeug füttä-ä-ärn können.

    Irgendwie doch ein Alleinstellungs-mäh-rkmal, denn welches Schloß in nä-ä-äherer Umgebung hat schon seinen eigenen, tierischen Mäh-trupp aufzuweisen? Gibt doch bei Sonnä-ä-ä und blauem Him-mäh-l wirklich ein n-ä-ä-ättes Bild ab.

    Natürlich ist die Idee so neu nicht mäh-r. Noch vor mäh-reren Jahren gab es auf der wä-ä-ästlichen Seite des Schloß-bääh-rges einen Streichelzoo, der auch dafür sorgte, dass an Grünzeug kaum noch was zu sä-ä-ähen war. Allerdings waren das mäh-r Kleintiere. Aber untä-ä-är uns … so ein Mäh-trupp von tausä-ä-änd Mäh-rschweinchen, der würde zumindest zuhause bei meinem kleinen Mäh-dchen auf weitaus mäh-r Gegenliebe stoßen.

    Aber im-mäh-r eins nach dem anderen.

      Geschrieben von Gastblogger Tom