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    Warmbader

    Einen echten Läufer schreckt auch das schrecklichste Wetter nicht ab. Da kann es regnen, schneien, stürmen, der Läufer spult sein Trainingsprogramm ab, komme was wolle.
    Doch diese Regel gilt nur, so lange der Läufer auf dem Boden bleibt. Wechselt er das Medium, sprich: er zieht statt der Laufschuhe die Flossen an, muss das Wasser wohltemperiert sein. Und nicht so eiskalt wie derzeit an manchen Tagen im Schnaitheimer Lehrschwimmbecken.
    “Kein Schwimmen” lautete die vergangenen Tage mehrmals die Absage an die Läufer, bei denen auch Schwimmtraining im Wochenprogramm steht. Der Grund: “Das Wasser ist zu kalt.” Zuletzt war die Heizung ausgefallen und die Wassertemperatur auf unter 18 Grad Celsius abgesackt.

    Prompt kam die Reaktion von Nattheims Bürgermeister Norbert Bereska – wohl nicht ohne Hintergedanken, die Besucherzahlen im Ramensteinbad seiner Gemeinde zu steigern: “Auf nach Nattheim!! ……ab 17 Uhr bis 21 Uhr nur 2 Euro!!” Der Clou: “Heute Warmbadetag!” Den Bürgermeister lob ich mir, die Gelegenheit beim Schopfe packt und Werbung für seine Gemeinde macht.
    Wie man liest, ist dort die Heizung in Ordnung, das Wasser hat gute 32 Grad. Hoffen wir, dass sich die Gemeinde dieses Badevergnügen auch weiterhin leisten kann angesichts manch klammer Haushaltskasse.

    13 Kommentare zu “Warmbader”

    1. Tom schreibt:

      Liebe Leut …

      als ich noch jung war (hüstel) da sind wir im Sommer Tag für Tag ins UNBEHEIZTE Freibad gegangen. Wenns da mal im Sommer mehr als 20-21 Grad hatte, dann war das aber schon viel. Die Regel war 17-19 Grad.

      Da müssed’r halt etwas schneller schwimmen, dann wird euch schon warm !!!

    2. Bürgermeister Nobbe Bereska schreibt:

      Schöner Bericht. Als wen es echt friert: Das Ramensteinbad hat am Montag 32 Grad, sonst 28-30 , je nach Wochentag. Freue mich auf ein Wiedersehen! Grüßle
      Norbert Bereska http://www.Nattheim.de

    3. Apfelpflücker schreibt:

      Purer Zufall?
      Die Schwimmer schwimmen in Nattheim; die Hammerwerfer, die seit dem DFB Pokalspiel FCH – Wolfsburg keine Heimat mehr haben, werfen teilweise in Dischingen; die Leichtathleten die (noch) kein Stadtion haben, trainieren verteilt im ganzen Landkreis. Hauptsache dem FCH legt die Stadt Heidenheim den roten Teppich aus. Ein hoch auf die Sportstadt Heidenheim.

    4. Harry schreibt:

      @Apfelpflücker
      Du meinst wohl die F-Sportstadt: Fußball und Fechten!

    5. Richard Wachter schreibt:

      @ Bereska

      Wie lange können sich die Gemeinden noch hochdefizitäre Einrichtungen wie Bäder leisten?

    6. Harry schreibt:

      Ich will hier keine politische Debatte von der Stange brechen, aber bei knapper Kasse heißt es eben, politische Prioritäten zu setzen. Und da wird es nie der Fall sein, dass alle einer Meinung sind. Die einen sind für die Renovierung der Straße (vor allem wenn es die vor der Haustüre ist) und die anderen für die Subventionierung des Bades. Auch wenn das eine nicht direkt mit dem anderen zu tun hat, so ist es nur schwer vermittelbar, wenn auf der einen Seit viel Geld in der Bürokratie auf Bundes- und Landesebene versickert und auf der anderen Seite Städte und Gemeinden für das Wohl der Bürger kein Geld mehrhaben.

    7. Harry schreibt:

      Apropos Lehrschwimmbecken: Wie steht es eigentlich um die Lehrschwimmbecken und das Waldfreibad?

    8. HNP-blog-Leser schreibt:

      Man kann trefflich darüber streiten, wo welche städtischen Gelder hinfließen sollen, aber die Lehrschwimmbecken zu erhalten, auch wenn sie Defizite einfahren, ist ohne Zweifel sinnvoll. Da solche Bäder meist Schulen angeschlossen sind, lernen die Grundschüler dort schwimmen. Und das ist eine Sportart, die mit Sicherheit zu den wichtigsten Grundfertigkeiten eines Menschen gehört. Wenn man dann nachrechnet, sind die Kosten pro Person sicher deutlich niedriger als bei einer Sportart, bei der nur 22 einem Ball hinterherrennen.

    9. Richard Wachter schreibt:

      @ HNP-blog-Leser

      Schwimmen kann man auch in der Aquarena und im Waldfreibad lernen. Ich denke, der Heidenheimer Gemeinderat muss noch ganz andere Einschnitte vornehmen, um mittelfristig nicht dauernd auf Pump leben zu müssen. Viel zu verkaufen gibt es ja nicht mehr.

    10. Fritz schreibt:

      Vor jahrzehnten “badete” man sogar in Schnaitheim in der Brenz beim Bahnhof. Das Wasser hatte bestimmt keine 15 Grad! Brrrrr. Aber oberhalb der siebzig Lenze hat man es halt doch lieber wärmer. Es soll Leute geben, die heute noch dem alten Stadtbad nachtrauern! Bravo dem Nattheimer Schultes! Halten Sie das Feuer im Ramensteinbad am lodern! Die silberne Generation wird es Ihnen danken. Wenn auch nicht in Silberlingen.

    11. Harry schreibt:

      Was nun? Heißt das, das das Schnaitheimer Bad auf der Streichliste steht oder nicht?

      @Fritz
      Es soll ja immer noch ein paar Verrückte geben, die sich zum Eisbaden treffen :)

    12. Fritz schreibt:

      @Harry
      Streichliste nur, wenn’s weiter so kalt bleibt. Ein Durchlauferhitzer in Itzelberg könnte der Brenz einheizen. Man braucht dann nicht nach Nattheim gehen.

    13. Karin Fuchs schreibt:

      @Norbert Bereska
      Herzlichen Glückwunsch zur gewonnenen Bürgermeisterwahl. 96,5 % der Stimmen, das ist ein super Ergebnis, auch als alleiniger Kandidat.

      Das werden sicherlich nicht alles Schwimmer im Ramensteinbad sein, oder ;)

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