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    Männerfeindlich

    28. Januar 2010

    Wären wir Männer nicht so souverän, über den Dingen stehend und überhaupt, müssten wir sauer sein und meinen, die Giengener Volkshochschule hat im neuen Semester was gegen uns. Ab morgen wird das nagelneue Programmheftchen verteilt, und beim Blättern im Vorab-Exemplar sticht einem doch das eine oder andere befremdlich ins männliche Auge. Schauen wir zum Beispiel auf die Seite 16. ”Wie helfe ich meinem Kind bei Referaten und Präsentationen – Seminar für Mütter”, heißt es da. Also wirklich. Da rackern sich die Väter ständig einen ab im Büro mit ihren vertrackten Powerpoint-Präsentationen, und dann dürfen sie bei diesem Thema nicht mal zur Giengener Vhs. Oder, Seite 24: die Kochkurse seien insbesondere “für Männer gedacht, die ausgefallene Gerichte fertigen möchten”, heißt es da. Das dazu gestellte Foto zeigt Würstchen auf dem Grill. Hallo! Man scheint den Giengener Helden am Herd ja wirklich sehr viel zuzutrauen! Bevor wir aber wirklich wütend werden, schnell auf die Seite 18: “PEKIP-Bewegungsspiele für Babys” heißt der Kurs, und “auch was für Väter” steht daneben. Puh! Grade noch mal gut gegangen, liebe Volkshochschule!

      Geschrieben von Dieter Reichl


    Alltags-Oase (II)

    25. Januar 2010

    Lieber einen Spatz in der Hand, als eine Taube auf dem Dach?

    Nicht ganz. Dieser kleine Flattermann schläft seit Neuestem vor meiner Haustür auf unserer Schneeschaufel und ist sogar recht zutraulich – wenn man bedenkt, dass das Foto aus nur 30 cm Entfernung aufgenommen wurde. Wer kennt sich aus oder hat ein Arten-Bestimmungsbuch daheim? Grüne Federn mit gelben Akzenten? Ein Papagei ist es jedenfalls nicht.

      Geschrieben von Anna-Lena Buchmaier


    Vom Suchen und Finden…

    25. Januar 2010

    Nicht jede Redaktion arbeitet gleich.
    Diese Erfahrung macht man als HNP- und HZ-Volontär vor allem während der zweimonatigen Hospitanz bei unserer Partnerzeitung Südwest Presse. Während man in Heidenheim oft selbst nach Themen sucht, von denen man berichten kann, läuft das in der größeren Mantelredaktion etwas anders: Hier ist morgens um 10.30 Uhr, wenn die “große Konferenz” stattfindet, meist schon klar, was auf den jeweiligen Zeitungsseiten stehen wird und wie groß die Artikel sein werden. Bei der Themensuche helfen dabei die Meldungen der großen Nachrichten-Agenturen wie DPA, DDP etc.

    Ich darf im Januar im Ressort “Blick in die Welt” mitarbeiten und ab und zu fallen spannende Themen an, zu denen man als Gast-Volontärin recherchieren darf: Heute morgen, kaum in der Redaktion angekommen, rief mich Ressortleiter Sven Kaufmann zu sich in den Newsroom (hier sitzen die “Blattmacher”, die Redakteure, die an diesem Tag die Seiten planen und darauf achten, dass uns wichtige Neuigkeiten nicht entgehen). “Versuch doch bitte, die junge Frau zu erreichen, die jetzt bei Germany’s Next Topmodel mitmachen darf”, bat er mich. Als Antwort erhielt er zunächst einmal einen fragenden Blick von mir. “Du hast doch ‘Wetten, dass…?’ am Samstag gesehen, oder?” Nein, hab ich nicht. Und so erfuhr die uninformierte Volontärin, dass sich die 19-jährige Pauline aus Friedrichshafen bei “Wetten, dass…?” spontan für einen Platz bei Heidi Klums Model-Casting-Show beworben und den auch gewonnen hat. Das alles war Teil einer Wette zwischen Gottschalk und Heidi Klum. Sollte es Pauline nicht unter die besten Zehn schaffen, muss Gottschalk den Betreuer für die Models in der PRO7-Sendung spielen. Aha, nun gut.

    Also versuchte ich, mit diesem Vorwissen ausgestattet, Pauline zu erreichen. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn in den Zeitungen und im Internet vier verschiedene Versionen ihres Nachnamens kursieren und sich keine davon im Telefonbuch finden lässt. Also rief ich bei der Schule des Mädchens an, die in einem Interview des Südkuriers genannt wurde. Ans Telefon ging eine freundliche Dame, die, als sie bemerkte, dass ich von der Presse bin, einen lauten Seufzer ausstieß. “Wollen Sie auch die Schüler aus Paulines Klasse interviewen?” Nein, will ich nicht. Nur eine Auskunft. “Das müssen sie mit der Schulleiterin ausmachen. Die ist ab 14 Uhr erreichbar.” Nun gut, so lange kann ich warten. Musste ich aber gar nicht: Sven Kaufmann fand Paulines Telefonnummer heraus, indem er eine weitere, diesmal die richtige Version ihres Nachnamens im Telefonbuch nachschlug.

    Und so konnte ich mein Interview mit der hübschen, etwas schüchternen und noch immer ganz aufgeregten Pauline doch noch führen. Morgen erscheint es im “Blick in die Welt”.

    Schön ist es in Ulm, noch schöner aber in Heidenheim. Dort, wo ein Herr Ilg auch wirklich Ilg (und nicht etwa Illg, Ilk oder Illck) heißt und wo man nicht “Wetten, dass…?” gesehen haben muss, um auf dem neusten Stand zu sein.

      Geschrieben von Carolin Woehrle


    Mail des Tages: Minnie Maus schlägt Michael Jackson

    25. Januar 2010

    Die Mail des Tages kommt von Twenga.de, einer Produktsuchmaschine, die über ihre Suchanfragen ermittelt hat, welche Faschingskostüme 2010 die beliebtesten sind.
    Waren im letzten Jahr noch Pippi Langstrumpf und Schneewittchen die am häufigsten gesuchten Verkleidungen, so erobern dieses Jahr Minnie Maus und Arielle die Meerjungfrau die Herzen der Karnevalisten. Der im vergangenen Sommer verstorbene Michael Jackson erobert sich mit Rang vier ebenfalls einen Platz unter den Top 5 der beliebtesten Kostüme.

    Die Top 5 Kostüme für Erwachsene Deutschland:
    1. Minnie Maus
    2. Arielle die Meerjungfrau
    3. Star Wars
    4. Michael Jackson
    5. Wikinger

    Die Top 5 Kinderkostüme Deutschland:
    1. Dinosaurier
    2. Arielle die Meerjungfrau
    3. Wikinger
    4. Star Wars
    5. Elfe

    In Frankreich stellt der King of Pop, Michael Jackson, eine besonders beliebte Verkleidung dar. Die Briten finden ihre Inspiration für Verkleidungen vor allem in Filmen und Videospielen: James Bond, Kill
    Bill und auch die Mario Brothers sind auf der Insel die am häufigsten gesuchten Maskierungen.

    Die Dischinger Karnevalisten liegen übrigens unseren Beobachtungen zufolge völlig im Trend: Dort waren ziemlich viele ins Schneewittchen-Kostüm geschlüpft.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Warmbader

    20. Januar 2010

    Einen echten Läufer schreckt auch das schrecklichste Wetter nicht ab. Da kann es regnen, schneien, stürmen, der Läufer spult sein Trainingsprogramm ab, komme was wolle.
    Doch diese Regel gilt nur, so lange der Läufer auf dem Boden bleibt. Wechselt er das Medium, sprich: er zieht statt der Laufschuhe die Flossen an, muss das Wasser wohltemperiert sein. Und nicht so eiskalt wie derzeit an manchen Tagen im Schnaitheimer Lehrschwimmbecken.
    “Kein Schwimmen” lautete die vergangenen Tage mehrmals die Absage an die Läufer, bei denen auch Schwimmtraining im Wochenprogramm steht. Der Grund: “Das Wasser ist zu kalt.” Zuletzt war die Heizung ausgefallen und die Wassertemperatur auf unter 18 Grad Celsius abgesackt.

    Prompt kam die Reaktion von Nattheims Bürgermeister Norbert Bereska – wohl nicht ohne Hintergedanken, die Besucherzahlen im Ramensteinbad seiner Gemeinde zu steigern: “Auf nach Nattheim!! ……ab 17 Uhr bis 21 Uhr nur 2 Euro!!” Der Clou: “Heute Warmbadetag!” Den Bürgermeister lob ich mir, die Gelegenheit beim Schopfe packt und Werbung für seine Gemeinde macht.
    Wie man liest, ist dort die Heizung in Ordnung, das Wasser hat gute 32 Grad. Hoffen wir, dass sich die Gemeinde dieses Badevergnügen auch weiterhin leisten kann angesichts manch klammer Haushaltskasse.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Auf ein Neues!

    3. Januar 2010

    Ist doch schön, wenn trotz aller Unsicherheiten, die ein neues Jahr so mit sich bringt, doch so manches beim Alten bleibt. Bestes Beispiel Anfang Januar 2010: die Deutsche Bahn und ihre zuverlässigen Problemchen mit der Zugangstür am Heidenheimer Bahnhof. Immerhin: jetzt ist es die andere, die kaputt ist. Wir warten mal gespannt, wie lange es diesmal dauert, bis sie repariert wird. Aber das Jahr ist ja noch lang…

      Geschrieben von Dieter Reichl