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    Time to say goodbye

    27. November 2009

    Lieber Häfelesglotzer!
    Über 30 Jahre waren wir Seit’ an Seit’ unterwegs. Du warst das Kind einer Redaktion, die sich durch Korpsgeist und den Willen ausgezeichnet hat, immer besser und den anderen stets mehr als eine Nasenlänge voraus zu sein. Nun schlägt Dein Stündlein. Und Du gehst leise, wie Du einst zu Zeiten der unvergessenen Kollegen Heiner Kleinschmidt und Hans-Otto Schaller geboren wurdest, aus dieser Welt. Was haben wir nicht alles miteinander erlebt und durchgestanden. Das waren noch Zeiten, als Du beim Faschingsumzug in Dischingen mit einem eigenen Festwagen zu sehen warst und wir – buntkostümiert – die Faschingsausgabe der “Heidenheimer Neuen Presse” unters närrische Volk gebracht haben. Oft haben vor dem Häfelesglotzer die Großkopfeten in Stadt und Landkreis gezittert. War doch immer wieder manches unter dem Deckel des Häfeles danmpfend zu Tage gefördert worden, was nicht gerade rühmlich gewesen ist. Die Samstagskolumne bot aber auch immer wieder die Möglichkeit, auch all das kritisch aufzuarbeiten, was im Laufe einer Woche Deinen Kollegen über den Weg gelaufen war. An Kritik an Dir, hinter dem viele Autoren sich “versteckt” hatten, hat es mitunter nicht gefehlt. Und doch denke ich: Du bist wichtig gewesen. Du wirst mir – wie vielen anderen – sehr fehlen, Samstagsmorgen auf dem Frühstückstisch.
    Adieu – mon ami!

      Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner


    Hallo Heide

    27. November 2009

    Hier wie versprochen das neue Konterfei von Heide Heim. So wird die Dame ab jetzt jeden Montag aus der Zeitung (HZ und HNP) grüßen. Gemalt wurde sie übrigens von Henne (Hendrik Rupp).

      Geschrieben von Silja Kummer


    Absender Unbekannt

    24. November 2009

    Ich laufe nichts ahnend durch die Stadt, als ich vor mir einen kleinen zerknüllten Zettel liegen sehe. Müll soll man zwar nicht aufheben aber mir fällt sofort ein Buch ein, dass bei mir daheim im Regal steht: “Absender Unbkannt” (http://www.absender-unbekannt.de/), in dem dutzende gefundene Zettel mit den kuriosesten Botschaften fotografiert sind, die der Autor durch Zufall gefunden hat. Mit dem Gedanken an das Buch und von journalistischer Neugierde getrieben hebe ich den Zettel auf. Auf der Vorderseite – ich war schon enttäuscht- eine Einkaufsliste. Auf der Rückseite aber steht in einer anderen Schrift (wie Mitvolontärin Carolin fachmännisch bemerkt hat): “XXX hat angerufen: Ihr erstes Kind ist von mir: Muss meine private Situation überdenken”
    Um hier niemand bloßzustellen sind Name und Fundort natürlich geheim.
    Trotzdem spannend, wie man durch einen Fetzen Papier in die abenteuerlichsten Geschichten fremder Personen mitreingezogen wird.
    Der außergewöhnliche Fund hat auf jeden Fall mein Interesse für auf der Straße liegenden Müll deutlich geweckt. Vielleicht ist das nun Anlass für mich, selbt ein Buch aus gefundenen Nachrichten zu basteln. Achtung an alle: Besser Sie werfen “Memos-an-sich-selbst” und dergleichen lieber zerstückelt in den Mülleimer oder verbrennen Sie auf der Stelle- denn wer weiß, irgendwo wartet bestimmt ein neugieriger Journalist, der mehr von ihrem Privatleben weiß, als sie zu träumen wagen…

      Geschrieben von Anna-Lena Buchmaier


    Eine schwarze Wand

    22. November 2009

    Als sehr beeindruckend schildern Stadionbesucher die Schweigeminute, mit der die Jenaer Fans vor dem Spiel ihrer Mannschaft gegen den FCH ihre Trauer um den verstorbenen Torwart Robert Enke bekundeten. Eben mal eine Wand mit schwarzen Schals gezeigt, dazu Stille an einem Ort, wo es sonst wie auf dem Jahrmarkt zugeht – Fußball ist immer für große Gefühle gut. Oder auch für Skandale. Aber das ist ein anderes Kapitel…

    Foto: Dieter Hack

      Geschrieben von Silja Kummer


    Jenseits des Vorhanges

    19. November 2009

    Wer mit seinem Auto durch eine Waschstraße fährt, hat Zeit. Zeit zum Nachdenken über eine Lage Schaum, über mächtig große Bürsten, die einem das “Heilix Blechle” bürsten und manchmal auch ein bisschen den Lack ankratzen, weil vermutlich der Vordermann vorher im Steinbruch gewesen ist und dessen Sand nicht vollständig aus den Bürsten gespült worden ist.
    Und es soll ja schon – wie mir passiert – zu kleinen Auffahrunfällen in der Waschstraße gekommen sein. Da latscht doch recht erschrocken der Vordermann auf die Bremse, weil ihm diese großen Bürsten bedrohlich nahe kamen und es dabei hin- und hergeruckelt hat. Keiner muss Angst haben. Unter normalen Umständen kommt keiner aus den schienengleichen Förderketten heraus. Jeder wird ans Ziel befördert, wo das rote auf das grüne Lichtsignal umspringt.
    Jenseits dieses Vorhanges (Bild) aber scheint die Sonne – nicht bloß auf ein blitzblankes Auto. Jenseits des Vorhanges scheint alles wieder gut zu sein. Gleißende Lichtblicke in diesen trüben Novembertagen. deshalb lässt man sich gerne durch das automatische Transportsystem vorwärtsschieben – durch diesen großen Vorhang aus lauter langen Waschlappen, die die nicht weggepusteten Wassertropfen vom Lack wischen.

      Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner


    Signal kommt

    18. November 2009

    Ich laufe an die rote Ampel hin. Keiner der fünf wartenden Passanten scheint vor mir auf die Idee gekommen zu sein, den Ampelschalter zu bedienen. Wieso denn auch, es wird ja sowieso irgendwann grün. Falsch! Mit Blick auf die Uhr erbarme ich mich, diesen potentiell H1N1-verseuchten Apparat anzufassen, probiere es erst mit Ellenbogen, Unterarm und Jackenärmel, natürlich erfolglos. Die Passanten schauen mich schon ganz komisch an. Ok, ich gebe mich geschlagen und berühre den Schalter mit der Hand. Es funktioniert, rot blinkt die Botschaft “Signal kommt”. Das Ding scheint tatsächlich auf Hautkontakt gepolt zu sein. Als wüsste dieser Ampelschalter, für den es gar keine offiziell richtige Bezeichnung gibt, dass ich es hasse, ihn anzufassen. Ich kann die Erkältungsviren förmlich in mir emporkriechen spüren. Ich mag sie nicht, die kleinen gelben High-Tech-Teile, die die alten großen Drückkästen verdrängt haben. Ein paar wenige “Retro-Drücker” gibt es ja noch vereinzelt in Heidenheim. Groß und unübersehbar, ohne LED-Schriftzüge, dafür mit extra großem Tastschalter, der zur Not auch mit dem Ellenbogen betätigt werden kann – für Hygienefreaks wie mich in Zeiten der Schweinegrippe wie diesen.

      Geschrieben von Anna-Lena Buchmaier


    Alltags-Oase

    17. November 2009

    Kurzer Blick aus dem Fenster der Redaktion Richtung Bahnhofspark: Es grüßt der Herbst in goldgelb. Schön, nicht? Ich dachte bisher, dass Blätter willkürlich abfallen. Hier der florale Gegenbeweis: Von oben nach unten, geradezu geordnet fällt hier das Laub. Erinnert ein wenig an eine Kerzenflamme. Es gibt ihn also doch, den Heidenheimer Indian Summer. Ich hoffe, der Straßenkehrer hat einen Laubsauger.

      Geschrieben von Anna-Lena Buchmaier


    Telefonieren war einmal

    16. November 2009

    Telefonieren mit dem Handy war einmal. Heute besitzt man ein Smartphone. Das sind diese schicken Hochglanz-Handys, die mehr können, als man sich ohne Bedienungsanleitung oder technikbegabten Bekanntenkreis vorstellen kann. Das Smartphone surft, simst, googelt, twittert, navigiert. Im riesigen Speicher befindet sich die Sammlung der Lieblings-Songs und Podcasts, E-Mails werden verschickt. Das Handy organisiert sogar: Es erinnert einen daran, dass der beste Freund Geburtstag hat oder an den Termin in der Kfz-Werkstatt.

    Das Handy ist heute so multimedial wie es früher nur der PC war. Ich persönlich telefoniere zwar auch noch mit einem ganz gewöhnlichen Handy, das meinem Dafürhalten nach eigentlich zu viele Funktionen hat als dass ich sie überblicke. Doch zu einem Smartphone würde ich nicht nein sagen.

    Warum ich diese Zeilen schreibe? Als Zeitungsleser können Sie so ein Smartphone gewinnen, das HTC Touch Diamond 2. Machen Sie einfach mit beim  Adventskalender, der am 1. Dezember startet.

    (Und falls Sie keinen Bedarf haben, machen Sie trotzdem mit: Schenken Sie das Ding im Falle eines Gewinnes einfach mir. Aber das muss unbedingt unter uns bleiben.)

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Heldenverehrung

    15. November 2009

    Gestern war Volkstrauertag. Die “Erlebnisgeneration”, die noch aus eigener Anschauung den Krieg erlebt oder die Flucht mitgemacht hat, wird altersbedingt weniger. Entsprechend nimmt die Zahl derer ab, die noch zu diesen Gedenkstunden und Kranzniederlegungen geht. In Steinheim ging man neue Wege und setzte Kleinbusse zur Fahrt zur Gedenkstätte Steinhirt ein. Im Ersten Weltkrieg fielen zehn Millionen Menschen, 55 Millionen Menschen wurden Opfer des Zweiten Weltkriegs. Diese Zahlen sind erschreckend.
    Auf dem Härtsfeld und im angrenzenden Bayern spricht man im Blick auf den Volkstrauertag von Heldenehrung bzw. Heldenverehrung. Eingedenk des unsäglichen Leids, das die Kriege gebracht haben, dürfte sich wohl keiner der Gefallenen als Held gefühlt haben. Die oft sehr jungen Menschen hingen zu sehr am Leben. Ihr Tod zerstörte junges Glück, junge Familien.
    Die Begriffe Heldenverehrung und Kriegerdenkmal sind leider zu sehr im Volk verankert, als dass man sie tilgen könnte. Helden sind in meinen Augen allenfalls die, die wie Stauffenberg oder Georg Elser noch Schlimmeres verhindern wollten.

      Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner


    Heide, wer bist du?

    13. November 2009

    Wie sieht eigentlich Heide Heim aus? Die wöchentliche HNP-Glosse am Montag gibt es schon seit fast zwei Jahren, und die streitbare Heidenheimerin und ihr Mann Eugen sind den HNP-Lesern mittlerweile ein Begriff. Bald werden auch die Leser der Heidenheimer Zeitung Heide Heim kennenlernen, und dann soll die Dame auch ein Gesicht bekommen. Nur welches? Die Blog-Leser sind gerne eingeladen, ihre Vorstellungen von Heide Heim hier einzubringen.

    PS: Bald bekommt Heide Heim auch eine Stimme, aber davon später mehr – an dieser Stelle.

      Geschrieben von Silja Kummer