30. Oktober 2009

Zu Besuch in Tübingen, wo neuerdings eine Tochter studiert. Wir schlendern durch die Altstadt – und, da vor mir, da läuft doch . . . Ja, es ist Prof. Dr. Harald Floss, Urgeschichts-Ordinarius in Tübingen und einer der wissenschaftlich Verantwortlichen für die Große Landesausstellung zur Eiszeitkunst.
Ich spreche ihn an – und wir reden so über dies und das. Über die wunderbare Ausstellung in Stuttgart (“wird immer erfolgreicher”). Da brauche man ja keine neuen Funde mehr nachzuschieben, frozzele ich. Prof. Floss läßt sich natürlich nicht provizieren und verrät nix. Und als ich dann ausdrücklich nachfrage, ob man am Hohlenstein, der Nachbarhöhle zum Vogelherd, etwas gefunden hat, sagt er, dass er dazu nichts sage. Das solle ggf. der örtliche Grabungsleiter tun.
Darf man also hoffen? Über einen Besuch der Landesausstellung berichtet übrigens die morgige HNP.
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Geschrieben von Manfred Allenhoefer
30. Oktober 2009

Morgen ist der 31. Oktober. In den USA ein groß gefeierter Tag, bei uns auch immer beliebter: Halloween.
Aus dem Warenangebot vieler Läden könnte man schließen, dass der usprüngliche Anlass, nämlich der, böse Geister zu vertreiben, von einer Art zweiten Karneval überschattet wird. Wo bei uns der Fokus noch hauptsächlich auf harmlosen Grusel-Masken und künstlichen Spinnweben liegt, ziehen in Amerika die Kinder in zweckentfremdeten süßen Prinzessinen-und Tierkostümen los, um mit dem Spruch “Trick or Treat” möglichst viele Süßigkeiten zu erbeuten. Häuser werden mit Plastikdekos geradezu überladen, man könnte meinen, ein nationaler Feiertag stehe an. Vor drei Jahren konnte ich mir selbst ein Bild von Halloween in den USA machen, ganze Schulklassen tummelten sich schon mittags verkleidet in den Städten, Muffins gab es fast nur noch mit orangefarbenem Zuckerguss und auf der Straße verteilten dutzende “Darth Vaders” Flyer für Halloween-Aktionen und Veranstaltungen. Der einst irische Brauch, der in den USA zum Trend wurde, schwappt auch immer mehr zu uns über. Was für den einen geschmackloser Kommerz-Kitsch ist, ist für den anderen ein weiterer, einfallsreicher Grund zum feiern. Geldmacherei oder spaßiges Event?
Ich weiß es nicht. Aber morgen gehts erst mal zu einer Halloweenparty, schön mit Grusel-Food und Verkleidung- ganz stilecht eben. Wie steht es mit unseren Blog-Lesern: Öffnen Sie, wenn die kleinen Gespenster vor Ihrer Tür stehen?
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Geschrieben von Anna-Lena Buchmaier
30. Oktober 2009
Ein Bagger ist ein Arbeitsgerät und kommt je nach Größe, Einsatzbedingungen und Einsatzgebiet entweder auf Raupen oder auf Rädern daher. Die Raupenbagger werden üblicherweise mit Tiefladern dorthin gebracht, wo sie gebraucht werden. Die Bagger auf Rädern rollen meist aus eigener Kraft von einer Baustelle zur nächsten. Und das kann mitunter die Autofahrer zur Weißglut bringen.
Nennen wir ihn Bodo. Jenen Mann, der am frühen Donnerstagabend die Ruhe weg hatte. Sein Tagewerk war vermutlich irgendwo in Heidenheim zur Zufriedenheit des Kapos erledigt worden und der Baggerfahrer mit seiner Baumaschine auf dem Wege nach Hause. Der war recht weit und die Autoschlange auf der Bundesstraße 19 reichte vom Totenberg bis zur großen Ampel am Rande von Herbrechtingen. Ans Überholen war selten zu denken, weil ja um die Zeit auch viele Richtung Heidenheim nach Hause wollten.
Und so tuckerte der Bagger gemütlich Richtung Herbrechtingen. Und viele tuckerten mit um die 20 Sachen in ihren Automobilen hinterher. Das war eine imposante Lichterkette, die Bodo im Schlepptau hatte.
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Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner
29. Oktober 2009

Man kann nur empfehlen, die schönen Herbsttage (und vielleicht gerade auch die Herbstferien) zu nutzen und mal zum Hirschhalde-
Steinbruch oberhalb Schnaitheims (gen Asang) zu gehen.
Bis auf weiteres ist dort ein “Landart”-Kunstwerk des Augsburger Künstlers Hama Lohrmann zu sehen – das hat was, zumal in dieser Umgebung. Und “diese Umgebung” ist ganz besonders sehenswert: Das ist ein Steinbruch, den sich die Natur längst erobert hat. Mit vielen wertvollen Pflanzen und Tieren (deshalb bitte sorgsam die Füße setzen). Der Steinbruch hat seine eigene Geschichte; und bis 1948 haben hier Schnaitheimer Steinmetze noch den berühmten “Oolithen” abgebaut. Seither hat die Natur ein wunderbares (und eigentlich künstliches) Refugium.
Dann sind sehenswert die “Kunstwerke”, zu denen sich Lohrmann-Adepten haben inspirieren lassen. Vom Landart-Künstler ist nur die eine, große, geometrische Arbeit. Der zweite kreisförmige Arbeit könnte, auf den ersten Blick, vom selben Künstler sein, ist aber nachempfunden. Doch der Schöpfer hat einiges von Lohrmanns Konzept begriffen _ bis zum Einbau von Natur (Moos) ins zweifarbig steinerne Objekt. Und dann blüht da ein steinernes Blümelein, das gar nicht von Lohrmann sein kann. Und dann gibt’s einige Steinhäufchen und -türmchen, die auch immerhin von Auseinandersetzung oder wenigstens Inspiration zeugen.
Und dann hatte ich bei meiner Besichtigung noch ein besonderes Erlebnis: hier weiterlesen »
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Geschrieben von Manfred Allenhoefer
28. Oktober 2009
Die 120 Jahre alte Brenzbahn hat schon viel erlebt. Dampfzüge, Bombenangriffe und eine Millionen Euro teure Ertüchtigung der Strecke. Dabei wurde der Bahnhof in Heidenheim ausgespart und dafür das Stellwerk zum Elektronischen Zentralstellwerk aufgewertet. Schnell können jetzt die Züge fahren – bis zu 160 „Sachen“.
Aber in Heidenheim gehen die Uhren noch einige Jahre anders: Weil die Treppen zur Unterführung Richtung Gleis 2 keine entsprechende Vorrichtungen haben, müssen Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwagen an anderer Stelle die Gleise überqueren. Dazu muss eine Kette entfernt und später wieder eingehängt werden.
Das Wagenmaterial, das auf der Brenzbahn seit ihrer grundlegenden Erneuerung eingesetzt ist, ist durchaus zeitgemäß.
Aber der Fluch der Technik holt alle paar Monate die Eisenbahnern ein und dann ist Katzenjammer angesagt: hier weiterlesen »
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Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner
27. Oktober 2009

Dass die Stadt Heidenheim den Essinger Schausteller Georg Löwenthal damit betraut hat, auf dem Eugen-Jaekle-Platz ein zehnwöchiges Winterdorf zu betreiben, stinkt einigen Heidenheimern gewaltig. Die vermeintlichen Platzhirsche unter den Budenbetreibern (Budisten) mit Mandelbrenner und CDU-Stadtrat Manfred Popp an der Spitze, aber auch einige Gastronomen befürchten wirtschaftliche Einbußen. Sie fühlen sich vom Rathaus ausgebootet. Dabei ist es sicher kein Wertverlust, wenn auf dem Jaekle-Platz mal keine Schweinchenbahn ihre Runden dreht. Dass es aber eine richtige Entscheidung des Gemeinderates war, überhaupt keine Sondernutzungsgebühren von Löwenthal zu verlangen, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Und ob das Winterdorf zu einem Erfolg wird, steht noch in den Sternen. Außer Speis und Trank wird dort nämlich nichts angeboten. Und das, wie gesagt, zehn Wochen lang.
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Geschrieben von Richard Wachter
27. Oktober 2009
Auch ein Pater ist ein Mensch. Das ist Inge Grein-Feil, der umtriebigen Vorsitzenden der Dischinger Aktion „Freunde schaffen Freude e. V.“, völlig klar. Doch was schenkt man einem Mann namens Anselm Grün, der viel in der Welt herumkommt, Vorträge zu Lebensfragen hält und in seinem 64 Lebensjahren schon 300 Bücher mit einer Gesamtauflage von 15 Millionen geschrieben hat? Natürlich einen Teddybär.
So ein Mönch hat es wahrlich nicht leicht. Der Ehelosigkeit unterworfen und folglich im Zölibat lebend, hat so einer niemanden, an den er sich anlehnen und Trost finden kann.
Das ist nun ein für alle mal vorbei! Seit Montag ist Anselm Grün im Besitz eines schnuckligen Eisbären (aus Plüsch), der das Emblem von „Freunde schaffen Freude“ um den Hals trägt. Der Geistliche in der Benediktinerkutte freute sich riesig. Aus seinen gütigen Augen blitzte das Kind im Manne, als er den Bären in der Hand hielt und sich über viel Beifall der Versammelten freute.
Gemeinsam werden die beiden sich die epochalen Werke eines Johann Sebastian Bach anhören. Auf seinen langen Autofahrten von einem Termin zum anderen schallen die Tonschöpfungen seines Lieblingskomponisten aus den Lautsprechern und verleihen ihm die Flügel des Ikarus. Ankommen ist wichtig für jeden – ob in Mönchskutte oder als ganz normaler Mensch.
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Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner
26. Oktober 2009
Der symbolische erste Spatenstich ist eine Lüge. Denn er ist gar nicht der erste. Immer schon haben andere vorher fleißig die Erde bearbeitet, bevor Baufirmenchefs, Bauherren, Bürgermeister und Bankvertreter ihre Spaten in die Erde rammen und schon den zweiten und dritten Spatenstich den Baggerfahrern überlassen.
Heute vormittag war wieder so ein erster Spatenstich, der gar nicht der erste war. Und zwar an der Baustelle der Essinger Wohnungsbau zwischen Landratsamt und Pflegeheim. Der Ablauf war vorhersehbar: Alle lobten das “Projekt”, die gute Zusamenarbeit und wünschten dem Vorhaben Erfolg.
Wie erfrischend, wenn dann doch etwas passiert, das nicht im Drehbuch steht: Eine Spatenstecherin verlor auf ihrem dünnen Pumps-Absatz den Halt zwischen den Steinen und stürzte zu Boden. Welch peinlicher Moment, doch die Reaktion war schlagfertig: “Wenn das der einzige Unfall auf der Baustelle bleibt…” Sie ließ sich aufhelfen, klopfte den Staub vom Kostüm und griff wieder zum Spaten.
Übrigens: Der eigentliche Sinn eines Spatenstichs ist nicht die Arbeit, sondern die Feier, dass der Bau endlich beginnt. Und die schloss sich auch in diesem Fall an im Foyer des Pflegeheims, das glücklicherweise barriere- und damit stolpferfrei ist.
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Geschrieben von Karin Fuchs
26. Oktober 2009
Die Hauptschulen werden abgeschafft. Stattdessen besuchen Jungen und Mädchen ab der fünften Klasse eine Werkrealschule, an der man nach dem neunten Schuljahr den Hauptschulabschluss und nach dem zehnten Schuljahr die Mittlere Reife erwerben kann. Die Frage ist, ob die Kinder durch den Besuch einer Werkrealschule tatsächlich mehr Allgemeinbildung erhalten, ob sie besser lesen und schreiben können, als dies vor allem PISA ans Tageslicht gebracht hat. Ist die Reform nur ein Etikettenschwindel oder bringt sie das, was viele Ausbildungsbetriebe bei Lehrlingen vermissen: mehr Kenntnisse in Schlüsselfächern wie etwa Mathematik und Deutsch?
Und noch eine Frage stellt sich: Gibt es künftig eine Mittlere Reife erster und eine zweiter Klasse? Denn die bisherigen Realschulen werden ja nicht abgeschafft.
Ich bin gespannt, wie unsere Blogger das Aus für die Hauptschule beurteilen.
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Geschrieben von Richard Wachter
24. Oktober 2009
Eine Woche lang stillzusitzen und sich berieseln zu lassen, sollte mir eigentlich nicht schwer fallen, liegt meine Schulzeit doch gerade einmal ein Jahr zurück. Dennoch: Als ich in der letzten Woche beim Aufbauseminar der JBB (Journalistische Berufsbildung) in Stuttgart war, musste ich erkennen, wie fremd mir das mittlerweile geworden ist: Der Fuß beginnt nervös zu wippen, die Finger der linken Hand trommeln rhythmisch gegen die Tischplatte, während die rechte Hand mit einem Kuli kleine Kreise auf die Unterlagen vor einem malt.
An den Themen lag es nicht, auch die Dozenten waren größtenteils wirklich interessant: So zum Beispiel Jörg Hunke, ein 44-jähriger Journalist, der bei einer kleinen Lokalzeitung volontiert hat, danach beim Sportteil der „Welt“ gelandet ist und nun für das Magazin der Frankfurter Rundschau schreibt. Sein Steckenpferd: Interviews. Die sind eine Kunst für sich, die man im Alltag wohl viel zu locker nimmt und die viel Übung verlangt. Sich einfach hinzusetzen und darauf loszufragen reicht nicht. Die Übungen machten aber richtig Spaß und als Höhepunkt durften wir den Pressesprecher der Stuttgarter Polizei zum Thema Zivilcourage ausquetschen.
Etwas skeptisch machte mich dagegen eine Aufgabenstellung beim Thema Reportage: Da bekamen wir von Martin Hohnecker (ehemals Redakteur bei der Stuttgarter Zeitung) eine Walnuss in die Hand gedrückt, mit der Bitte nun eine Mini-Reportage darüber zu schreiben, wie wir die Nuss öffnen. Das Urteil des Profis zu meinem Versuch: Für den geübten Leser würde etwas durchscheinen, dass mich persönlich das Thema nicht wirklich vom Hocker reiße. Das muss ich wohl auch eingestehen. Dennoch war die Übung hilfreich. Und hier in Heidenheim passieren ja Gott sei Dank meist spannendere Dinge, über die man schreiben kann.
Richtig Spaß machte auch der Besuch im Landtag: Wir durften während der Landes-pressekonferenz dabei zuschauen und -hören, wie sich Ministerpräsident Günther Oettinger den teils unangenehmen Fragen der Jornalisten stellte und hatten anschließend die Möglichkeit, den zuständigen Redakteur für Landespolitik bei der Stuttgarter Zeitung zu befragen. Der erzählte dabei nicht nur von seinem Berufsalltag, sondern auch davon, was er persönlich von Oettinger als Ministerpräsident, von seinen zahlreichen Fauxpas (inklusive des Teesieb-Vorfalls) und seinen politischen Qualitäten hält. Näher ausführen werde ich das an dieser Stelle aber lieber nicht.
Abgesehen von den Vorträgen und erfahrenen Dozenten, geben uns die Volontärsseminare aber vor allem auch die Möglichkeit zu erfahren, wie es bei den anderen Zeitungen denn so mit der Ausbildung läuft. Und da kann ich als HNP-Volontärin ganz deutlich feststellen: uns gehts hier wirklich gut!
Stillsitzen und Berieselnlassen ist nämlich nicht!
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Geschrieben von Carolin Woehrle