29. Juli 2009
Aufgereiht wie auf einer Hühnerstange? Ja, fast: Knapp 30 Motorradfahrer und -fahrerinnen trafen sich gestern in Heuchlingen, um zum zweiten Mal mit Landrat Mader durch die Gegend zu biken. Vor einem Jahr fuhr die Gruppe u.a. zum Vogelherd (Mammut, Pferdle & Co.), war gestriges Ziel der Hohle Fels bei Schelklingen, wo eine weitere “Weltsensation” ergraben wurde _ die “Venus”.
Mit 25 Maschinen brummte die Gruppe zur Höhle, die die meisten zum ersten Mal besichtigten. Landrat Mader wurde begrüßt von seinem Kollegen aus dem Alb-Donau-Kreis, der auch zum ersten Mal im Hohlen felsen war. Und, großes, nicht vorhergeplantes Glück: Im tiefen Loch am Eingan zur 28 Meter hohen Haupthöhle, also dort, wo gerade gegraben wird und letztes Jahr die “Venus” zum Vorschein kam, fanden sich zwei bekannte, geschätzte Gesichter: Prof. Nicolas Conard, weltbekannter Ausgräber von der Uni Tübingen, und seine Grabungsleiterin Maria Malina waren da. Interessiert schauten da die Biker ins Loch. Conard kam auch hoch und berichtete von seiner Arbeit; die Zuhörer waren fasziniert.
Die Mader’schen Motorradfahrten letztes und dieses Jahr basieren übrigens auf einer Idee, die ein bisschen früher geboren wurde: Bei einer Zweiertour durchs Lonetal kamen Mader und sein vogelherdbegeisterter Begleiter (ich hatte damals noch meine fast schon historische Honda VF) auf die Idee, das Vergnügen mit weiteren Bikern im Sommer zu teilen. Das Schlagwort: “Mit den Pferden zum Pferdle”. Oder diesmal, wenigstens für einige: Mit der Sozia zur Venus.
Schöne Maschinen waren übrigens gestern mit von der Partie. Und zum Teil machtvolle Brummer. Die größte Maschine hatte Jürgen Asal – eine riesige Suzuki 1800.
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Geschrieben von Manfred Allenhoefer
28. Juli 2009
Sand unter den Füßen, Sonne über den Köpfen: Viele Mannschaften baggern, pritschen und schmettern am Samstag auf der Sportanlage am Werkgymnasium – da ist wirklich Action angesagt! Gegen 11 Uhr werden die Spiele beginnen – es gibt ganz sicher spannende Paarungen. Ausgerichtet wird das Volleyballturnier von der Volksfürsorge, Bezirksdirektion Heidenheim, zugunsten der Nikolauspflege. Mit dabei sind unter anderem Mannschaften der Firma Edelmann, des Klinikums Heidenheim, des Jobcenters, das Kino-Center und dieses Jahr sogar zwei Teams vom Pressehaus. Von der HNP spielen Redakteurin Silja Kummer (verantwortlich für die Sonntagszeitung sowie für das Magazin “Daheim” ) und ich, von der HZ werden die Redakteure Thomas Jentscher, Marc Hosinner, Andreas Uitz sowie Volontär Lukas Dietzel am Ball sein. Dieses Jahr ganz neu mit dabei werden auch Katja Wiedmann, Andrea Keller und Arthur Schiwon vom Pressehaus für den Sieg kämpfen. Zu gewinnen gibt es ein Pokal, ein Grillfest und eine Einladung ins Kino-Center.
Gestern hat unser Team trainiert, ganz ehrlich: Unsere Gegner müssen sich warm einpacken!!!
Wer dieses Spektakel miterleben möchte, kann gerne kommen - wir würden uns auf zahlreiche HNP-Fans freuen (am besten mit Fan-Plakaten
)
Bis dann!
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Geschrieben von admin
27. Juli 2009
Er war bis vor anderthalb Jahren der Chefredakteur der “HNP”, der Hannoveraner Neuen Presse. Dann wurde er Chefredakteur der Stuttgarter Nachrichten; und weil die eine Partnerzeitung der HNP ist (der Heidenheimer Neuen Presse), besuchte er jetzt die Redaktion in Heidenheim.
Akute Probleme gibt es eigentlich nicht in der Zusammenarbeit der zwei Redaktionen; und so diskutierte man über das eine oder andere journalistische Verhalten. Es ging auch um das Eingebundensein der Journalisten ins jeweilige gesellschaftliche Umfeld. Christoph Grote, so heißt der StN-Chefredakteur, verwies bspw. mit Nachdruck darauf hin, dass jede Information und nun gar jede Wertung interessensgeleitet sei. Wenn etwa, so sein Beispiel, ein OB gelobt werde, müsse man als Redaktion sehr kritisch hinschauen. Ja, meinte die HNP, auch, wenn er (oder sonst jemand) getadelt werde. Im übrigen ist das auch in Heidenheim bekannt.
Mit dabei hatte Grohe auch seine Ressortleiterin “Partnerzeitung”, die kommt aus der Region: Anette Hermanns Vater war mal leitend bei Zeiss. Mit ihr ist die HNP in beständigem Austausch, wenn auf der Welt wichtige Dinge passieren und die “Mäntel” möglicherweise Abstimmungsbedarf haben. Bei der HNP ist das besonders schwierig, weil zum überregionalen Partner StN auch als zweiter Partner die Südwestpresse Ulm tritt.
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Geschrieben von Manfred Allenhoefer
25. Juli 2009
Kann man sich etwas Schöneres vorstellen, als in einer lauen Sommernacht unterm Sternenhimmel an einem Lagerfeuer zu sitzen, Musik zu hören, zu reden und zu trinken mit einer Burgruine und der Ostalb-Heidelandschaft als Kulisse? Die Güssenburg war schon immer ein wunderbarer Ort zum Feiern, aber Dank ihrer exponierten Lage schallt es auch kräftig von dort herunter und die Anwohner ärgern sich – so wie auch jetzt wieder (siehe HNP von heute). Es ist ja oft so im Leben, dass es reicht, wenn einer sich nicht an die Regeln hält. Die, die danach kommen, werden dann für dessen Unvernunft mitbestraft. Schade! Vielleicht hat sich der eine oder andere Anwohner auch über unsere Partys geärgert (sie fanden in den 90er Jahren statt), und heute gehöre ich zu denen, die morgens früh geweckt werden (von den Partygängern von morgen) und sich deshalb über die Störung der Nachtruhe ärgern. Trotzdem habe ich die Güssenburg-Feste als so schön in Erinnerung, dass ich es sehr bedauern würde, wenn es keine mehr gäbe, nur weil manche Menschen gar kein Maß kennen.
Einmal war ich dabei, als wir vor einem Fest im Hermaringer Rathaus den Schlüssel für die Schranke zur Güssenburg abgeholt haben. “Machet’s halt et so laut wie bei Woodschtock”, gab uns der damalige Bürgermeister Kurt Keller als väterlichen Rat mit auf den Weg. Wieso reichen solche Ermahnungen eigentlich heute nicht mehr?
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Geschrieben von Silja Kummer
21. Juli 2009
Etwa ein Jahr lang hat die Stadtverwaltung auf Wunsch der Fraktionschefs im Gemeinderat die Presse stiefmütterlich behandelt. Konkret: Die Unterlagen für die Gemeinderats- und Ausschusssitzungen wurden den Tageszeitungen erst am Tag der Sitzung zur Verfügung gestellt. Für uns Presseleute war es daher unmöglich, uns in die zur Beratung anstehenden Themen bzw. Tagesordnungspunkte einzulesen und einzuarbeiten. Und wir konnten unsere Leserinnen und Leser auch nicht umfassend darüber informieren, um welche Entscheidungen es in den Sitzungen geht, wo die Knackpunkte sind und was der eine oder andere Beschluss für Auswirkungen hat oder zumindest haben könnte.
Erfreulicherweise haben sowohl Gemeinderat als auch Stadtverwaltung eingesehen, dass das Vorenthalten der Sitzungsunterlagen “bis auf den letzten Drücker” für beide Seiten unbefriedigend ist. OB Ilg verkündete vergangenen Donnerstag in der Ratssitzung, dass die Presse jetzt wieder “bedient” wird, zwei Tage vor der jeweiligen Sitzung. Eine erfreuliche Entscheidung, die uns aber auch wieder etwas mehr Arbeit beschert. Künftig können wir wieder wichtige Themen beleuchten, die zum Beschluss im Gemeinderat anstehen. Damit können wir Journalisten wieder unseren Informationsauftrag besser als in der jüngsten Vergangenheit erfüllen und die Bürger erfahren rechtzeitig, was Stadt und Gemeinderat planen bzw. beabsichtigen.
Und noch etwas: Jeder Bürger kann ab sofort die Sitzungsunterlagen zwei Tage vor der jeweiligen Sitzung in der Stadtbibliothek und im städtischen Bürgeramt einsehen. Ein erfreulicher Schritt in Richtung Bürgernähe und Transparenz!
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Geschrieben von Richard Wachter
13. Juli 2009
Spontaner Ausruf: “Ha! Die Opernfestspiele treffen sich bei der HNP”. Denn eben war überraschender Besuch in der Redaktion: Drei Herren kommen, um sich die Opernfestspiel-Seite von heute zu sichern. “Eine schöne Seite, das . . ” Danke!
Zunächst kamen Regisseur Bruno Berger-Gorski und Kammersänger Karl-Friedrich Dürr, dann stieß noch der heimische Florian Götz hinzu. Wenn die drei Künstler sich vorstellen, tut der Redakteur das auch. “Ach, Sie sind das?”, meint da der Regisseur. “Sie haben doch da neulich den Artikel über den neuen Eislinger Kulturamtschef geschrieben”. Rückfrage: “Ach, das haben Sie sich gemerkt?” Man grinst sich an. Denn damals wurde im HNP-Artikel referiert, dass der momentan hier bei den Opernfestspielen Beschäftigte in der für Eislingen zuständigen Zeitung als “Leiter der Opernfestspiele” präsentiert wurde, tatsächlich ist er hier “Leiter des Festspielbetriebs”, was schon ein gehöriger Unterschied ist. Na ja, meine ich beschwichtigend, das kann ja womöglich nur ein Fehler meines dortigen Kollegen sein.
Abschließend zitiert der Kammersänger Bert Brecht: Entscheidend am Pudding sei schließlich, wie er schmeckt. Danke für das nette, spontane Gespräch!
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Geschrieben von Manfred Allenhoefer
12. Juli 2009
Giengen hat gewählt – Gerrit Elser heißt der neue Oberbürgermeister, mit relativ knapper Mehrheit (51,2 Prozent) hat er gewonnen. Als das Ergebnis bekannt wurde, gab es vor der Schranne einen regelrechten Menschenauflauf, viele Giengener strahlten, noch mehr waren von dem Ergebnis überrumpelt – auch wenn vorher die meisten den Ausgang der Wahl für völlig offen hielten. Ob das Ergebnis nun in Giengen einen Wechsel zum Guten (wie die Wahl Obamas in den USA) bedeutet, oder ob sich aufgrund der knappen Entscheidung ein Riss durch die Bevölkerung zieht, wird sich zeigen. Aber zumindest ist der nervenaufreibende Wahlkampf vorbei, in dem erstaunlich viele Giengener Stellung bezogen haben – bleibt zu hoffen, dass sie ihre gegensätzlichen Positionen bald vergessen haben und es wieder um sachliche Arbeit im Gemeinderat und in der Stadtverwaltung geht.
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Geschrieben von Silja Kummer
7. Juli 2009
In China soll in einigen Jahren eine Schnellbahntrasse die beiden konkurrierenden Metropolen Peking und Shanghai verbinden: 1300 Kilometer Distanz, auf Schienen künftig zu überbrücken in 4,5 Stunden. Ein megateures Zukunftsprojekt – von dem Heidenheim ordentlich profitiert.
Denn Voith hat in den letzten Wochen einen Mega-Auftrag erhalten: Die Chinesen wollen für diese Schnellstzüge aus Heidenheim 3840 Radsatzgetriebe haben. “Die Chinesen vertrauen uns”, war heute beim Voith zu hören, “aber sie wollen diese Teile auch rechtzeitig haben”. Deshalb baut Voith jetzt mit Nachdruck an seiner neuen Produktionshalle, mit engsten Zeitlimits. Heute war Grundsteinlegung.
Wichtig ist: Gebaut werden die Teile in Heidenheim. Die bestellte Menge garantiert ein Auftragspolster für die nächsten vier bis fünf Jahre vor Ort. Voith hat sich eindrucksvoll zu Heidenheim bekannt – wohl weil hier die Qualität stimmt. Man nimmt’s mit großer Freude zur Kenntnis – in dieser wirtschaftlich so schwierigen Zeit.
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Geschrieben von Manfred Allenhoefer
2. Juli 2009
Den evangelischen Kirchenbezirk Heidenheim und den District Mezam/Bamenda der Presbyterianischen Kirche in Kamerun verbindet seit 1991 eine enge Zusammenarbeit und Freundschaft. Derzeit weilt eine Delegation der Kameruner in Heidenheim und arbeitet ein dichtgedrängtes Programm ab (letzte Woche haben sie mächtig gefroren und sind “im Mantel ins Bett”). Verbindungsglied und Initiator der Partnerschaft ist Ernst Elsenhans, pensionierter Lehrer am Werkgymnasium, der in frühen Jahren in Kamerun gelebt und gearbeitet hat, samt Familie. Nach seiner Pensionierung ging er wieder nach Zentralafrika und versucht dort auf allen möglichen Ebenen zu helfen.
Jetzt macht er “Urlaub” in Heidenheim – und führt die Delegation mit allen möglichen Menschen und Einrichtungen zusammen, in einem dichtgedrängten Programm. Gestern war “Elsie” in der HNP-Redaktion und hat ein bisschen erzählt; für heute nachmittag hat er ein Treffen mit der Presse arrangiert, bei dem die Afrikaner von ihren Eindrücken erzählen sollen.
Ich trage deshalb heute ein Hemd aus Kamerun; das hat mir vor einigen Jahren meine Tochter Lena aus Kamerun mitgebracht. Sie war Schülerin des beliebten “Elsie”, der auch immer mal wieder einige Schüler von sich in den Ferien nach Kamerun mitnahm, um dort zu arbeiten und das Leben der Afrikaner kennenzulernen (was für tendenziell verwöhnte Mitteleuropäer immer sehr interessant ist). Als Reisepräsent hat sie (Abitur 2003) mir das bunte Hemd mitgebracht, das heute ein optisches Zeichen setzen soll beim Gespräch mit der Delegation aus Kamerun. Ich trage das Hemd übrigens das erste Mal öffentlich.
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Geschrieben von Manfred Allenhoefer
1. Juli 2009
Das ZDF hat mit seiner Internetseite ZDF-parlameter einen der neun Grimme Online-Awards erhalten. Glückwunsch an die Jury für die gute Entscheidung! Ein Blick dorthin lohnt sich für alle, die sich für Bundespolitik interessieren. Im Parlameter kann man genau verfolgen, wie welcher Abgeordnete abgestimmt hat. Ein Beispiel? Unser Bundestagsabgeordneter Georg Brunnhuber hat am 18. Juni im Bundestag wie folgt abgestimmt:
Sind Sie für die Sperrung von kinderpornografischen Internetseiten? Ja
Bundeswehreinsatz Atalanta: Sind Sie für eine Ausweitung des Atalanta-Einsatzgebietes? Ja
Sind Sie für eine geänderte Förderung von Biokraftstoffen? Ja
So ein gläserner Abgeordneter wäre auch vorbildlich für die Kommunalpolitik. Denn auch dem Kreistag und Gemeinderat steht wie der großen Politik Transparenz gut zu Gesicht.
Nur bin ich mir nicht so sicher, ob so eine Transparenz allen Stadträten gefallen würde: Angeblich, so drang zur Redaktion vor, haben einige Stadträte keinen Mut mehr für eine öffentliche Abstimmung nach den vergangenen namentlichen Veröffentlichungen in der HNP über gewisse Abstimmungsergebnisse.
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Geschrieben von Karin Fuchs