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    Erlebnisbad: Schnapsidee oder genialer Schachzug?

    23. März 2010

    Ist der Bau eines Erlebnisbades in Mergelstetten nun sinnig oder unsinnig? In der Bevölkerung wird dies in Zusammenhang mit einem Ende von Waldbad und Aquarena so angeregt diskutiert wie schon lange kein Thema mehr. Für ähnlich viel Gesprächsstoff sorgten zuletzt der Innenstadttunnel, der GBH-Verkauf und die Schlossberg-Bebauung.

    In der Redaktion sind wir übrigens sehr geteilter Meinung. Ebenso wie in der Bevölkerung gibt es Befürworter sowie auch Gegner. Wir werden uns auch auch keine einheitliche Kommentiereung festlegen. Das sage ich auch, weil verschiedene Leute behaupten, wir würden entweder vom Rathaus oder von unserem Redaktionsleiter fern gesteuert. Nein, sind wir nicht!

    Ich selbst habe übrigens noch gar keine Meinung dazu, was eher eine Seltenheit ist. Aber ohne genaue Grundlagen zu kennen, kann ich beim besten Willen nicht sagen, ob das Erlebnisbad nun eine Schnapsidee ist oder doch der geniale Schachzug schlechthin.

    Als Nummer “13″ steht das ”Erlebnisbad” für morgen, Donnerstag auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Ob das Erhellend sein wird? Ich glaube eher, dass es politisches Gepoltere wird statt eine Bekanntgabe von Fakten.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Blick ins Weltall

    7. Dezember 2009


    Manchmal kann man sich als Redakteur fast nicht entscheiden, welches Bild denn nun in der Zeitung veröffentlicht werden soll, so toll ist die Auswahl. Bekannt für gute Bilder ist der Astronomieverein Heidenheim, der ab Donnerstag im Rathaus selbst aufgenommene Bilder des Weltalls zeigt. Aufgenommen hat die Bilder Helmut Heinicke, der im Heidenheimer Astronomieverein von der Gründung an mitarbeitet und die meisten seiner Weltall-Aufnahmen von der Sternwarte Erbisberg aus macht.
    Das Bild zeigt übrigens die Pejaden, ein Sternhaufen, der auch mit bloßem Auge gesehen werden kann – freilich bei klarem Himmel. Zur Auswahl stand noch unsere Nachbargalaxie Andromeda und der Pferdekopfnebel.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Weltmännertag

    3. November 2009

    Haben Sie es gewusst: Heute wie immer am 3. November ist Weltmännertag. Wofür man den braucht? Sagen Sie’s mir. Denn eigentlich ist doch die Welt schon in Männerhand (mal von der Bundeskanzlerin abgesehen).

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Grün-gelb-schwarz-rote Piratin

    8. September 2009

    Jetzt weiß ich endlich, wer ich bin: eine grün-gelb-schwarz-rote Piratin! Das ist das Ergebnis, das der Wahl-O-Mat über mich ausgepuckt hat. Als neugierige Redakteurin habe ich den Internet-Wahlhelfer gleich ausprobiert, nachdem er in der HNP vorige Woche vorgeststellt wurde. Ich habe also eine schwarze Seele, rot gemasert und grün angehaucht mit Gelbstich. Ein Papagei also. Amüsant ist der Test schon, aber das Ergebnis hat mich dann doch sehr erstaunt.
    Eine Redaktion aus 21 Schülern, Studenten und Auszubildenden, alle zwischen 18 und 26 Jahren alt, hat sich im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung Fragen zu Themen ausgedacht, in denen die Parteien uneins sind.

    Schauen Sie doch auch nach, welches Ergebnis der Wahlomat für Sie findet.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Dis wo ich herkomm

    14. August 2009

    Gestern erhielt ich eine SMS eines Heidenheimers, der für einige Tage in Aschaffenburg ist: “Heyo, Heut spielt Samy Deluxe, morgen Thomas D. Was macht Hdh?”

    Kann es solche Zufälle geben? Etwa fünf Minunten vorher hatte ich erfahren, dass der angesagte deutsche Rapper Samy Deluxe Anfang nächsten Jahres nach Heidenheim kommt. Wie kann meine SMS-Antwort heißen: “Brandaktuell. Samy Deluxe kommt auch nach Heidenheim – Dis wo ich herkomm” (für nicht Deluxe-Kenner: Einer seiner Hits.)
    Viele seiner Texte sind sozialkritisch, er beschäftigt sich mit Rassismus und Rechsradikalismus. Der Rapper singt nicht nur, sondern ist auch oft draußen bei den Kids, um ihnen Mut zu machen, ihr Leben positiv zu gestalten. Ein klasse Vorbild eben. Schön, dass er auch für die Heidenheimer Kids eines wird.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Best wishes, Bobby!

    13. August 2009

    Vor ein paar Tagen ist Bobby Robson gestorben. Wahrscheinlich kennen Sie Bobby Robson nicht. Aber ich kannte ihn. Bobby Robson war mal Trainer der englischen Fußball-Nationalmannschaft, und in meiner Zeit als Sportredakteur sind wir uns zweimal über den Weg gelaufen. Das eine Mal war bei einem Trainer-Meeting von adidas in Herzogenaurach. Da saß Bobby Robson irgendwo zwischen Franz Beckenbauer und Lew Jaschin und erklärte, warum mit seinem englischen Team bei der bevorstehenden Europameisterschaft zu rechnen ist. Er wirkte ebenso sympathisch wie zuversichtlich und gab mir nach einem kurzen Austausch eine persönliche Widmung mit, auf der “Best wishes” stand: See you in Germany!

    Als wir uns wiedersahen in Germany wirkte Bobby allerdings, als habe ihm jemand den Plumpudding vergiftet. Die englische Nationalmannschaft hatte in Stuttgart ihr erstes Vorrundenspiel verloren - ausgerechnet gegen Irland, das ausgerechnet von einem Engländer (Jacky Charlton) trainiert wurde. Das ist ungefähr so, als verlöre Jogi Löw gegen das von Berti Vogts trainierte Österreich. “I’m sorry”, sagte Bobby Robson, ”that’s football”, während Jacky Charlton, den sie wegen seines langen Halses “Giraffe” nannten, eine Zigarre rauchte, die ungefähr so lang war wie sein Hals.

    Der Hals von Bobby Robson dagegen wurde in den folgenden Jahren immer dicker. Ein geniales Fußball-Pummelchen namens Diego Maradona nahm 1986 die “Hand Gottes” zuhilfe - und wieder musste England vorzeitig eine WM verlassen. Sie versuchten’s noch einmal mit Bobby 1990 in Italien. Aber im Halbfinale schoss Gegner Deutschland die besseren Elfmeter. Wieder war Bobby von allen “best wishes” verlassen und deshalb musste er auch die englische Nationalmannschaft verlassen.

    Später erst, als er den FC Barcelona trainierte, war er auch erfolgreich, und man wählte ihn sogar zu Europas Trainer des Jahres. Doch was bleiben wird, ist die Erinnerung an einen Fußball-Gentleman. Während des Elfmeterschießens in Italien nahm er seinen Kontrahenten Beckenbauer in den Arm und sorgte mit freundlichen Gesten für eine emotionale Entspannung  – und dafür, dass eine ganze Welt wieder glauben konnte, dass Fairplay eine englische Erfindung ist.

    Best wishes, Bobby. It was nice to meet you!

      Geschrieben von Thomas Grueninger


    Pflegeeltern

    20. April 2009

    Über die teilweise Veröffentlichung des Interviews “Pflegefamilie als Alternative zu Heim” (HNP, 20.04.09) auf unserem Internet-Portal www.hnp-online.de ist Reica (Name von der Redaktion geändert) auf die HNP gestoßen. Sie ist Mitarbeiterin des Internetportals www.pflegeeltern.de und fragt an, ob wir einerseits ihre Plattform verlinken können, (was hiermit geschehen ist), andererseits das Interview für ihr Portal zur Verfügung stellen können.

    Reica mailt uns:

    Wer sind wir?
    Unser Forum ist mit fast 4000 Mitgliedern das größte im deutschsprachigen Raum. Es wird von Pflegeeltern für Pflegeeltern organisiert, ist von daher unabhängig und versteht sich als Ergänzung zu den bereits vorhandenen Informationsangeboten von Jugendämtern und Pflegeelternverbänden.

    Was machen wir?
    Sowohl für erfahrene Pflegeeltern, als auch für Eltern, die sich vorstellen könnten ein fremdes Kind in ihrer Familie aufzunehmen ist dieses Portal nicht nur eine große Informationsbörse, sondern auch Kummerkasten und Ratgeber zugleich.”

    Warum die HNP über das Theme Pflegeeltern berichtet?

    Der Pflegekinderfachdienst will in Heidenheim neue Pflegeeltern gewinnen und informiert am Mittwoch, 22. April 19 Uhr im Landratsamt unverbindlich über die Vollzeitpflege von Kindern und Jugendlichen.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Hallo, Herr Fürst?

    16. April 2009

    Ich hab’ wieder mal den Fürst getroffen: Moritz Fürst zu Oettingen-Wallerstein. Vor etwas mehr als 200 Jahren noch hatten seine Vorfahren (auf jede Jahreszahl angesprochen, kann er den aktuellen Fürsten samt Gattin und deren Geschlecht sofort nennen) ihr eigenes Fürstentum im Ries. “Da konnten wir selber noch Steuern erheben – jetzt müssen wir Steuern zahlen”, klagte er neulich.

    “Seine Durchlaucht”, wie die erwartete Anrede in Wallerstein ist, ist Schirmherr der Rosetti-Festtage im Ries, eines wunderschönen Festivals, bei dem sich sonst unzugängliche Schlösser (etwa das der Stauffenbergs in Amerdingen) öffnen für Konzerte mit Musik des Antonio Rossetti und Zeitgenossen. Rossetti war von 1773 bis 89 Hofkapellmeister in Wallerstein und ein Compositeur, der Haydn nicht erheblich nachstand – das will die Rosetti-Gesellschaft, das sollen die Rosetti-Festtage im Ries belegen.

    Der Fürst erzählte lächelnd einige Schnurren und wie er vor 25 Jahren auf die Hofkapelle seiner Vorfahren stieß – deren Instrumente gammelten auf der Harburg so vor sich hin. Und er hatte auch nur eine Stunde Zeit zur Pressekonferenz im Sitzungssaal seiner Fürstlich Oettingen-Wallerstein’schen Gesamtverwaltung (mit prachtvollem Tisch!) _ er musste hernach zum Papa unseres jungen Bundeswirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg (Ennoch ist ein bekannter Dirigent – und irgendwie verwandt mit dem Fürst).

    Ein Fauxpas ist mir ganz zu Beginn passiert, der aber kaum bemerkt wurde: Einen Fürst lässt man nicht warten, also fuhr ich rechtzeit los. Der Fürst hatte geladen zu seinem Schloss gleich hinter Nördlingen; doch gedankenverloren war ich nach Oettingen gefahren – und da sitzt die Linie Oettingen-Spielburg, die sich vor 450 Jahren (!) von der Oettingen-Wallerstein’schen Linie getrennt hat. Als der Ort so anders aussah wie der bekannte, schaute ich auf die Einladung: Ich muss ja nach Wallerstein! Jetzt hurtig retour gen Nördlingen. Ich kam kaum bemerkbar zu spät. Und das Gespräch auch mit dem Dirigenten und Rosetti-Gesellschafts-Präsidenten Johannes Moesus und mit dem Musikhistoriker Günther Grünsteudel war hochinteressant.

    Also: Die Rosetti-Festtage sind ein Geheimtipp, der hiermit empfohlen sei. Die HNP wird noch ausführlich berichten.

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    Karikaturen-Ausstellung

    2. März 2009

    Was man als Redakteurin nicht alles für Jobs macht? Während die meisten Leute außerhalb der Redaktionsbüros meinen, wir betreiben rund um die Uhr investigativen Journalistmus, sind unterwegs für heiße Reportagen oder schnüffeln nach Skandalen, hat uns manchmal einfach der Alltag fest im Griff. Das heißt, heute musste ich Bilder rahmen. Was das mit der HNP zu tun hat? Es handelte sich um Zeichnungen unsere Karikaturisten Manfred Gaißer, der für uns acht bekannte Persönlichkeiten karikiert hat. Mit diesen Karikaturen präsentieren wir uns als HNP ab Mittwoch auf der Verbrauchermesse Kontakta. Wer errät, wer karikiert wurde, kann eine eigene Karikatur von sich gewinnen.
    Doch auch wir wollen auf der Kontakta gewinnen, und zwar viele neue Leser. Und deshalb werben wir dort für unsere Sonderabo “Sagenhafte Schätze”. Wer es nicht erwarten kann oder keine Gelegenheit hat, zu unserem Stand in Halle L auf die Kontakta zu kommen, hier der direkte Link zum Sonderabo Sagenhafte Schätze. Vier Wochen HNP lesen und nur zwei bezahlen. Das ist doch besser als die Abwrackprämie, oder?

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Was aufs Deckele

    16. Februar 2009

    “Wir decke(l)n auf”, steht auf einem runden Plastikteil, das diese Tage in der HNP-Redaktion eingestroffen ist. Es handelt sich um ein Werbegeschenk, das auf der Kontakta verteilt werden soll:Eben ein Deckel, der auf dem Weizenbier- oder Apfelsaft-Glas Wespen und anderes Getier fernhalten soll. Und abgebildet ist einer, der den Deckel regelmäßig hebt: D’r Häfellesglotzer, unsere Samstags-Glosse.

    Die HNP hat eine ganze Reihe von, tja, so hat man das uns gegenüber genannt: sog. “Give-aways” vorbereitet. Keine “Hau Wech”-Artikel, sondern Kleinigkeiten, die verbinden und vielleicht ein wenig hilfreich sein sollen. Weil ich mich mittlerweile lieber als Läufer denn als Trinker profiliere, gibt’s z.B. auch ein Schwoißbändle – doch keine Angst: Mit der HNP soll keiner ins Schwitzen kommen.

    Apropos Kontakta: Seit ich Redaktionsleiter bin, habe ich es mir auferlegt, möglichst für die gesamte Dauer der Heidenheimer Regionalmesse am Stand der HNP greifbar zu sein – für jedermann/-frau, der/die (und das) mag. Das ist manchmal ganz schön anstrengend, aber die vielen unmittelbaren und meist unverstellten Kontakte zu Lesern und Interessierten sind Gold wert.  Da gibt’s viele Anregungen, Nachfragen, auch Kritik – ein offenes Wort und zuverlässige Antwort wird zugesagt.

    Also wer mag, darf die HNP oder auch mich persönlich gerne besuchen. Ich weiss im Moment nur von einem zwingenden Termin, der meine Anwesenheit anderenorts erforderlich macht.

    Eine gute alte Bekannte hat ihren Besuch gestern abend, beim Kabarett in der “Arche”, bereits angekündigt: “Mein Austräger ist kaputt”, meinte sie. Und ich habe das gar nicht gleich verstanden: Hat’s den auf Eis zerbröselt? Das wäre ja tragisch . . . Nein, ergab sich auf Nachfragen: Sie hat von mir mal eine kleine Replika der “Austrägerin” bekommen, wie sie als Bronce von Albrecht Kneer im Foyer des Pressehauses steht. Und auf dieses “Figürje” ist ein Buch gefallen, nun ist der Leib entzwei.

    Abhilfe ist zugesagt.

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer