5. April 2010
Der Versicherungsvertreter ist einer Umfrage zufolge für die meisten Deutschen der unbeliebteste Beruf. 45 Prozent von den 1000 Befragten würden auf keinen Fall Versicherungen verkaufen wollen. Das haben die Marktforscher von Toluna im Auftrag der Agentur Faktenkontor in Hamburg heraus bekommen.
Doch wir Journalisten dürfen uns auch gleich wegducken: Auf der Unbeliebtheits-Skala landen die Journalisten auf Rang 10.
Warum eigentlich? Weil Journalisten skrupellos ihre Arbeit tun? Die einen sagen, Journalisten stecken “mit denen da oben” unter einer Decke, während “die da oben” sich von uns oft falsch verstanden wissen.
Journalistenschelte ist durchaus hoffähig, wie prominente Beispiele zeigen: Helmut Schmidt bezeichnete Journalisten einst als Wegelagerer, Helmut Kohl ließ sich ausschließlich von seinen Leib- und Magenjournalisten interviewen.

Und auch in Hollywood hat der Journalist nicht gerade häufig die Rollen des Superhelden verliehen – ausgenommen Supermans alter ego Clark Kent, der allerdings als Reporter ganz zahm ist.
Dabei will der Journalist doch nur gute Geschichten schreiben. Ob er dafür geliebt wird, ist zweitrangig.
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Geschrieben von Karin Fuchs
24. Februar 2010
Während Google für sein neues Bilder-Tool “Google Streetview” munter drauflos fotografiert, haben unsere Fotografen es manchmal gar nicht so einfach, wenn Sie mit der Kamera anrücken. Dabei wollen Sie bestimmt keine Privatsphäre verletzten. Schon gar nicht heute, als wir bei einem Supermarkt anfragten, ein paar Whisky- und Champagnerflaschen fotografieren zu dürfen. Das Bild sollte zur Illustration einer dreisten Diebstahl-Masche dienen.
Doch wir bekamen eine Abfuhr. “Grundsätzlich” dürfe in ihren Häusern nicht fotografier werden. Da gibt es keine Ausnahme.
Wir schüttelten nur den Kopf. Die sind ja strenger als in Moskau, wo es angeblich eine Woche lang dauert, bis eine Pressefotograf seine Fotografiererlaubnis erteilt bekommt.
Dass in Deutschland nicht jeder und überall fotografiert werden kann, ist eigentlich eine gute Sache. Es gibt hoheitliche und private Bereiche, wo die Privatsphäre geschützt wird oder zum Beispiel Wirtschaftssspionage ausgeschlossen wird. Aber auch zur Terrorabwehr wurden Fotografierverbote verhängt. Nicht erlaubt ist es in Deutschland zudem, während laufenden Gerichtsverhandlungen zu fotografieren.
Nun hat also auch das Kaufhaus von seinem Recht als Hausherr Gebraucht gemacht. Was tun? Wir fragten einfach bei der Konkurrenz nach. Und siehe da: Sie empfingen die Pressefotografin ohne Vorbehalte und ließen sie ihre Arbeit tun.
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Geschrieben von Karin Fuchs
10. November 2009

Was man als Fotografin so alles machen muss, um gute Bilder zu liefern: Jennifer Räpple bei ihrem Einsatz beim Zirkus Afrikas Magie des Dschungels.
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Geschrieben von Karin Fuchs
3. November 2009
Es ist nichts, wenn man dauernd den Gürtel enger schnallen soll. Wer abnehmen will, sollte das besser nicht tun. Das würde einem nämlich die Luft abstellen. Mitunter will der eine oder andere aus der Haut fahren, daran würde ihn aber ein zu enger Gürtel hindern. Was immer nun am gestrigen Dienstag in den Georges-Levillain-Anlagen in Heidenheim passiert ist? Auf einer Parkbank hat jemand seinen Gürtel zurückgelassen, um wohl gleich in der Nähe sich mal so richtig die Wampe vollzuschlagen? Danach passt solch ein Leibriemen eh nicht mehr.
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Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner
2. November 2009

Das sind schon schlechte Zeiten und Diebe lauern allerorten: In Oberstotzingen hatte jemand doch wohl eher eine ausgefallene Idee und just eine Straßenlaterne am alten Rathaus als Depot für den Ersatzreifen seines Fahrrads auserkoren. Da kommt so schnell keiner ran. Lange Zeit hing der Reifen in luftiger Höhe, bis die Feuerwehr kam. Die Frauen und Männer in Orange hatten sich besagtes altes wie unbewohntes Rathaus als Übungsobjekt auserkoren. Als die Aufgaben alle abgearbeitet waren, da schnappten sich ein paar Kameraden eine Steckleiter und leiterten an dem Hauseck an. Es dauerte nur wenige Minuten, da war der schlauchlose Gummi nicht mehr das Piercing am Rathaus. Es darf vermutet werden, dass der Künstler und Eigentümer dieses Fundstücks sicher nicht unter den zahlreichen Übungsbeobachtern war, sonst hätte er sich gleich sein Eigentum zurückgeholt. Wer fährt schon gerne auf den Felgen Fahrrad? Die Moral von der Geschichte: Hänge keinen Fahrrareifen nicht an so eine Laterne.
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Geschrieben von Klaus-Dieter Kirschner
1. Januar 2009

Alle Jahre wieder das gleiche Problem: Von wo aus das Silvesterfeuerwerk fotografieren? Hat es Nebel, wenn ja wieviel, wie weit ist die Sicht? Nachts, logischer Weise. 10 Minuten vor zwölf die Position beziehen. Sie bleibt die halbe Stunde konstant. Die erste halbe Stunde im neuen Jahr muß reichen, denn die Kollegen erwarten einen Strauß Feuerwerkraketen für das Aufmacherbild in der ersten Ausgabe 2009. Belichtungszeiten von 30 Sekunden bis drei Minuten und das im Wechsel. Danach gibt es keine Möglichkeit mehr, vereinzelte Raketenschweife bringen nicht das gute Bild, und Böller schon gar nicht.
Silvester 2008/2009: Es fängt rechtzeitig an zu regnen, 23.33 Uhr im alten Jahr, Ich beziehe Position an der Kirchhofsmauer an der Totenbergkapelle. Der Schirm wird immer schwerer, weil der Nieselregen darauf zentimeterdick festfriert. Das Wasser gefriert sogar am Stativ. Der Sekt schmeckt auch schon verwässert, vier Personen sind dem Schauspiel gefolgt. Ich gehe nach Hause etwas frustriert, aber nächstes Jahr wird’s bestimmt besser. Zum guten Schluss Scheiben freikratzen, langsam Gas geben, denn die Straßen sind spiegelglatt. Prosit Neujahr.
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Geschrieben von Rudi Weber
2. November 2008
Schreien können sie wie die Männer ihres Fachs, fluchen wie ein Milchkutscher ist auch kein Problem und die Gegner bekommen auch ihr Fett weg, wenn es eng wird auf dem Grün, an dessen Ende jeweils ein Tor steht. Frauenfußball – ein Trend, der sich aus der WM 2007 und 2008 rekrutiert. Denke ich.
Mergelstetten hat seit vielen Jahren eine Damenmannschaft, die wir als Fotografen immer wieder mal ablichten. Nun sind es mittlerweile vier Mannschaften, oder sollte ich sagen Damenmannschaften geworden. Vielleicht schon wieder falsch. Damenschaften wäre, meine ich, besser, weil da der “mann” außen vor bleibt. Aber während des Spiels habe ich dann doch so meine Probleme, vor allem wenn die Mitspielerin den Ball dem Torwart zurückgibt. Hieße es dann nicht “der Torwartin”?
Und dann der absolute Höhepunkt: die Schreie “Hintermann” lassen mich nach dem männlichen Geschlecht Ausschau halten, das doch gar nicht mitspielen darf. Nun fällt mir bei allen geistigen Klimmzügen kein feminines Wort dafür ein. Hinterfrau, Frau von hinten, Frau hinten, Gegnerin von hinten- ich weiß es einfach nicht. Vielleicht sollten wir neue Wortschöpfungen suchen.
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Geschrieben von Rudi Weber
30. September 2008
Eigentlich sind Umfragen in Zeitungen immer wieder schön zu lesen. Zuerst schaut man auf die Bilder, ob man nicht einen Befragten erkennt, und liest dann die jeweiligen Meinungen durch. Auch bei uns gibt es so etwas: Jeden Montag in der HNP die Frage der Woche.
Viele Menschen haben Angst vor Gewitter, Unfällen oder gefährlichen Tieren. Und das ist auch berechtigt. Doch manche laufen sogar vor einer Umfrage weg. Warum nur? Ich bin doch völlig harmlos.
Besonders schwer ist es für mich, Interview-Partner zu finden, wenn es kalt und bewölkt ist. Die Leute eilen dann mit zusammengekniffenen Augen und grimmigen Gesichtszügen durch die Fußgängerzone. Wenn sie dann auch noch mich mit Block und Stift in der Hand entdecken, geht gar nichts mehr. Sie fuchteln nur noch mit den Händen umher, als müssten sie eine Taubenschar verscheuchen.
Aber es gibt auch die Leute, die gerne etwas zum Thema sagen. Argument nach Argument sprudelt heraus. Toller Text, kompetente Meinung und nun zum Bild: „Nein, niemals!“ Schade, finde ich.
Zum Glück gibt es ja aber noch die Schön-Wetter-Tage, an denen die Menschen besser gelaunt und richtig engagiert sind und reden. Dann darf man sogar ein Bild schießen. Danke dafür.
Es ist wirklich schwer, sechs Leute zu finden, die offen sind, keine Angst haben und sich dann auch noch fotografieren lassen.
Wir beißen nicht!!! Versprochen.
Zur aktuellen HNP-Umfrage gehts hier
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Geschrieben von admin