29. Oktober 2009

Man kann nur empfehlen, die schönen Herbsttage (und vielleicht gerade auch die Herbstferien) zu nutzen und mal zum Hirschhalde-
Steinbruch oberhalb Schnaitheims (gen Asang) zu gehen.
Bis auf weiteres ist dort ein “Landart”-Kunstwerk des Augsburger Künstlers Hama Lohrmann zu sehen – das hat was, zumal in dieser Umgebung. Und “diese Umgebung” ist ganz besonders sehenswert: Das ist ein Steinbruch, den sich die Natur längst erobert hat. Mit vielen wertvollen Pflanzen und Tieren (deshalb bitte sorgsam die Füße setzen). Der Steinbruch hat seine eigene Geschichte; und bis 1948 haben hier Schnaitheimer Steinmetze noch den berühmten “Oolithen” abgebaut. Seither hat die Natur ein wunderbares (und eigentlich künstliches) Refugium.
Dann sind sehenswert die “Kunstwerke”, zu denen sich Lohrmann-Adepten haben inspirieren lassen. Vom Landart-Künstler ist nur die eine, große, geometrische Arbeit. Der zweite kreisförmige Arbeit könnte, auf den ersten Blick, vom selben Künstler sein, ist aber nachempfunden. Doch der Schöpfer hat einiges von Lohrmanns Konzept begriffen _ bis zum Einbau von Natur (Moos) ins zweifarbig steinerne Objekt. Und dann blüht da ein steinernes Blümelein, das gar nicht von Lohrmann sein kann. Und dann gibt’s einige Steinhäufchen und -türmchen, die auch immerhin von Auseinandersetzung oder wenigstens Inspiration zeugen.
Und dann hatte ich bei meiner Besichtigung noch ein besonderes Erlebnis: hier weiterlesen »
1 Kommentar |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von Manfred Allenhoefer
2. August 2009
Wer spielt denn nun im Congress Centrum, wenn es Christ de Burgh nicht tut?
In der Redaktion diskutieren wir hin und wieder, welche Band uns denn gefallen würde, auch wenn uns dazu niemand fragt. Vorige Woche stand im HNP-Kulturteil zu lesen, dass Siggi Schwarz die Skorpions, Art Garfunkel und Tom Jones (der am 5. Oktober in Frankfurt spielt) vorgeschlagen hat. Und gerüchteweise fällt auch der Name Udo Lindenberg.
Und schon haben wir in der Redaktion neues Diskussionfutter: “Tom Jones, wie alt ist der eigentlich schon?” “Udo Lindenberg ist auch nicht gerade jünger.” Wer will schon Art ohne Simon hören?”
Ich lass mich überraschen, wen das Kulturamt zum Schlossberg-Startstar macht.
Ganz persönlich würde mir ACDC schon besser gefallen als die Scorpions. Aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Seufz.
6 Kommentare |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von Karin Fuchs
26. Juni 2009
Schon seit einigen Wochen warte ich darauf, dass auch in Heidenheim Hermine Huntgeburths Verfilmung von Fontanes “Effi” anläuft. Schließlich habe ich mal (angefangen freilich bereits vor einem Vierteljahrhundert!) promoviert über Fontane. Dabei hat “Effi” speziell keine so große Rolle gespielt, aber immerhin . . .
Als ich Anfang der Woche die Liste der Filmtitel bekam, stieß ich zuerst auf “Neu: Ice Age 3″. Prima, dachte ich, da muss ich hin, gucken, was es neues vom Mammut Manni gibt. Aber dann fand ich den Hinweis auf die Fontane-Verfilmung; und klar: nicht nur das Pflichtbewusstsein sprach für “Effi”. Freilich war dann die Enttäuschung um so größer . . .
Morgen ist die Besprechung in der HNP.
Keine Kommentare » |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von Manfred Allenhoefer
13. Mai 2009

@Berliner Philharmoniker
Gerade komme ich aus der Jahrespressekonferenz der Berliner Philharmoniker. In der Pressestelle absolviere ich ein Praktikum für 1 Monat. Es ist wirklich interessant, die Dinge einmal von der anderen Seite zu sehen. Elisabeth Hilsdorf, Pressesprecherin der Berliner Philharmoniker, und ihre zwei Mitarbeiterinnen Marieluise Schneider und Mareike Looft schauen immer durch die Brille des Redakteurs. Sie wissen, wie Journalisten arbeiten, welche Informationen sie wann aufwelche Weise bekommen möchten.
Zurück zur Pressekonferenz: Die Pressemappen waren alle vorbereitet und schon kam auch ein ganzer Schwung voller Journalisten und Förderer. Sir Simon Rattle – gestern aus USA angereist – nahm auf dem Podium Platz.
Bald stellte ein Journalist die Frage: Wie lange Sir Simon Rattle den Berliner Philharmonikern treu bleiben würde. Denn beim Deutschen Symphonie Orchester Berlin wurde erst vor kurzem bekannt gegeben, dass der Dirigent Ingo Metzmacher seinen Vertrag nicht über 2010 verlängern wird.
Der Chefdirigent Sir Simon Rattle meinte dazu: “No drama”. Bis 2018 wird er am Dirigentenpult des Orchesters stehen. Die Verlängerung für seinen bis 2012 laufenden Vertrag werde er im September unterschreiben.
Intendantin Pamela Rosenberg bestätigte auch, dass sie 2010 mit Erreichender Altersgrenze aus dem Amt scheidet. Zur Zeit werde nach einem Nachfolger gesucht.
Das war nur ein kurzer Einblick und die großen News von den Berliner Philharmonikern. Die Proben für Mendelssohns Elias fürs Wochenende laufen bereits. Das Konzert wird einmalig – und die Akustik im Konzertsaal ist unglaublich! Leider ist das Konzert bereits ausverkauft. Wer das Konzert aber per Internet anschauen möchte, kann sich bei der Digital Concert Hall einloggen und dort Tickets erwerben. Schon wenige Tage nach der Live-Ausstrahlung wird jeder Mitschnitt in einem Video-Archiv abrufbar. So etwas ist weltweit einmalig.

Saal von innen. Foto: Reinhard Friedrich/@Berliner Philharmoniker
5 Kommentare |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von admin
29. April 2009

Foto: ape
Kein Interesse für die Kunst? Heidenheim hat ein Kunstmuseum – und keiner geht hin? Ich wage eine Voraussage: Heute abend wird das ganz anders sein. Da wird “Umgestülpt”: Die deutsch-türkische Künstlerin Nezaket Ekici (“Ich bin Künstlerin, nicht deutsch-türkisch!”) hängt an einem Seil unter der Rosette des Alten Volksbad – kopfüber. Nach unten spreizt sich zeltartig ein sechs Meter langes, 25 Kilo schweres Spezialkleid. Und sie dreht sich um die eigene Achse.
Das intendiert u.a. den Tanz der Derwische, den ja nur Männer bestreiten dürfen, meint die “liberale Muslimin”. Sie stellt also einige, auch religiös motivierte Dinge auf den Kopf.
Aber es ist natürlich auch ein Spektakel. Und Rückmeldungen aus der Redaktion, dem beruflichen und auch aus meinem privaten Umfeld lassen erwarten: Das wollen viele sehen.
Gut so, das Museum und sein Museumsleiter machen auf sich aufmerksam. Kunst lebt vom Betrachten und Sinnieren. Schön auch, wenn nun welche kommen, die sonst eher selten im Kunstmuseum sind.
Gestern war Generalprobe; nach einer Viertelstunde hat’s “gebitzelt”, war heute zu hören. Kleiner Tipp, wenn die Performance vorbei ist: Es lohnt sich, die Videos der Künstlerin anzuschauen, die Meisterschülerin einer weltbekannten Performance-Künstlerin war. Ganz besonders das Video, das im Kabinett oben auf der Empore gezeigt wird. Ein weiblicher Körper zeigt sich da als schwarzes Nichts – und peppt sich dann mit Reizwäsche auf. Auch das ein trefflicher Anlass zum Sinnieren.
Oben eine Aufnahme von der Vorprobe mithilfe eines mobilen Gerüsts. Übrigens: Nezaket Ekici ist nicht wirklich schwindelfrei!
4 Kommentare |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von Manfred Allenhoefer
17. Februar 2009
Komme gerade von einer Pressekonferenz im “Kinder und Kunst”-Keller des Kunstmuseums. Ach was, Pressekonferenz: Ein ganz und ga lockeres Gespräch war das, mit Anuschka Michalk und Manuela Conradi vom reg-kreativen Verein. Da wurde nicht nur durchgesprochen, was von März bis September alles angeboten wird (herrliche Kurse und Veranstaltungen sind das, mit vielen, selber schon sehr schillernden Künstlern der Region). Da wurde auch geflachst und gesponnen.
Michalk etwa macht selber was zum Thema “Spuren”; und da konnte ich doch gleich helfen und auf die halbkreisförmige Taubenspuren verweisen, die ich eben vor dem Betreten der Kiku-Treppe entdeckt habe. Ich bin bewußt nicht draufgetreten; und Michalk hat die Dapper im Schnee auch gleich dokumentiert. Schließlich ist in diesem Kontext ja die Taube nicht nur irgendein Vogel oder gar eine Ratte der Lüfte _ sie erhält einen ganz anderen Sinn, wenn man “Picasso” denkt. Schließlich ist dessen Friedenstaube ja ein weltweit bekanntes Symbol – und im Regelfall auch grafisch im Kunstmuseum präsent. Also kann man die konkreten Schneespuren der einen Taube im Sommer gleich kunstpädagogisch nutzen. Man muss halt nur die Augen aufhalten und ein bisschen mitdenken.
So etwa auch, als die Beiden Kiku-Damen von einer Kiku-Tütenaktion im Sommer redeten. Ha, da kann doch die HNP gleich mitmachen, dachte sich deren Vertreter. Und mit Conradi und Michalk wurden noch gleich einige Ideen ausgeheckt. Und eine Proto-Aktion für die Pfingstferien angedacht.
Eine Zeitung muss zuverlässig sein, glaubhaft und aktuell. Aber sie darf, wenn die Pflicht erledigt ist, gerne auch ein bisschen “spielen” und kreativ sein. “Zuverlässig überraschen”, hat das mal ein Publizistik-Dozent genannt. Eben!
Keine Kommentare » |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von Manfred Allenhoefer
9. Januar 2009
Neulich hatte ich das Vergnügen, einen Rapper mit türkischen Wurzeln kennenzulernen. Chefket heißt der Newcomer, er kommt ursprünglich aus Heidenheim und schwimmt mit seinem Hip-Hop gegen den derzeitigen Strom der deutschen Rapszene in deutsch, türkisch und englisch. Er flowt gediegen, hat ein gutes Verständnis für Reimstrukturen und ist lyrisch in jedem Fall bewandert. Für das Interview war ein Sonntag ausgemacht – doch außer dem Sonntagsdienst war in der Redaktion keiner zu finden. Mh. Schade. Am nächsten Tag erhielt ich gleich am Morgen einen Anruf: “Es tut mir Leid, komm wir machen einen neuen Termin aus.” Auf ein Neues und tatsächlich, dieses Mal hat es geklappt. Im Kapuzenpulli, und tiefsitzender, weiten Jeans kommt er hinein und setzt sich gechillt in den Konferenzsaal der HNP. Beim Interview war der größte Zeigefinger Deutschlands, wie er sich selbst nennt, sehr entspannt. Und es war eines der verrückten Interview, die man sehr selten hat. Ich hatte eine Menge zu lachen und vergaß bald, dass er mich am Sonntag versetzt hat.
Etabliert hat sich die Rap-Musik in den amerikanischen Ghettos in den 90-er Jahren. Dort, wo Armut und Gewalt vorherrschen. In solchen Elendsvierteln wuchsen Rapper wie Eminem, 2Pac oder Snoop Dog auf. Und während Chefket über seine Musik erzählt, wippt er mit den Beinen auf und ab, als könne er es kaum abwarten, endlich loszusingen – extra für die HNP!
Mehr Worte sollte ich lieber nicht darüber verlieren, denn bald gibt’s das Interview im HNP-Kulturspiegel…
Viel Spaß beim anhören! —> der-groste-zeigefinger-01-chefket1
5 Kommentare |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von admin
17. November 2008
Sie hat es tatsächlich geschafft! Die Heidenheimerin Julia Schwarz hat mit ihrem Titel “Dein Lächeln” beim Finale des Deutschen Rock- und Pop-Preises in Friedrichshafen am vergangenen Samstag den ersten Platz geholt!
Christian Vaida, ebenfalls Heidenheimer, ergatterte den zweiten Platz in der Kategorie “Bester Popsänger”. Er war als Produzent auch maßgelblich an Julia Schwarz’ Siegertitel beteiligt.
Wir gratulieren natürlich herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg!
Mehr dazu lesen Sie demnächst in der HNP.
3 Kommentare |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von Carolin Woehrle
14. November 2008

Foto: Jenny Räpple
Sie wurde geliebt und gehasst, beschimpft und gelobt, mit Preisen ausgezeichnet und mit Graffiti besprüht: “Die Große Rede”, Dragan Lovrinovics gewichtige Skulptur des Bildhauersymposions 2001.
Man konnte sich dem Kunstwerk eben nicht entziehen, musste einfach auf es reagieren, schon allein wegen seiner Wuchtigkeit, seinem prominentem Standort in den Bahnhofsanlagen - ob verblüfft, verzaubert oder verärgert. “Die große Rede” regte an zu sinniger Interpretation -oder zu Spott, indem man es als öffentliche Toilette verunglimpfte.
Nun ist sie weg. Demontiert. Abgebaut und abtranportiert nach Duisburg zu ihrem neuen Standort. Und schon fühlt sich der tägliche Weg vom Parkhaus in die Redaktion und zurück für mich ein wenig leerer an. Ich werde es vermissen, das überdimensionale Rednerpult, das sieben Jahre lang zum vertrauten Stadtbild gehörte. Schon allein wegen all der köstlichen Kontroversen.
Also wünsche ich “Der Großen Rede” eine gute Reise – mach’s gut, altes Haus. Und meld’ Dich mal!
2 Kommentare |
Kultur |
Permalink

Geschrieben von admin