• Home
  • Über uns
  • Hilfe zum Blog
  • Impressum
  •  

    Spontan ist gut

    4. Februar 2010

    Manchmal ist eine spontane Entscheidung eine gute Entscheidung. Das hat sich heute Mittag wieder einmal schön bestätigt.

    Eigentlich wollte ich schon lange mal in die Heidenheimer Versperkirche, aber immer war da irgendetwas. Heute wäre es gegangen, aber eigentlich wollte ich auch nicht alleine. Beim Verlassen des Pressehauses traf ich eine sehr interessante Giengenerin, mit der ich ins Gespräch kam – und die dann auf die Frage, ob sie Lust habe, mit in die Vesperkirche zu kommen, ebenso spontan nickte.

    Also ab zur Pauluskirche, wo viele engagierte Leute (übrigens auch einige junge Heidenheimer) für die allerunterschiedlichsten Leute Essen bereiteten und und zu den Tischen brachten. Bedürftige bekommen ein preiswertes Essen. Und Nichtbedürftige mehr als das Dreifache. Wobei ich mir beim Umherschauen nicht vorstellen kann, dass hier viele betuchte Schnorrer zu Gange sind.

    Drei Resumees: 1. Eine gute neue soziale Erfahrung gemacht. 2. Ein sehr gutes Gespräch gehabt (und eine sicher sehr interessante Folge für die Zeitungsserie der ”Heimat-Geschichten” abgemacht). Und 3. ganz “spontan” auch noch Maultaschen mit Kartoffelsalat bekommen!

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    AL emotion

    3. Dezember 2009

    Ich bin ja, obgleich Journalist, tiefstinnerlich ein sehr diskreter Mensch. Trotzdem fühle ich mich aufgerufen, auf dieser (öffentlichen) Ebene einen eben vollzogenen Unterwäsche-Kauf zu referieren.

    Beschlossen wurde der bei der Lektüre der Bild-Zeitung gestern nacht: Da war eine Anzeige drin: C&A verkauft “Retro Shorts”, und zwar eine spezielle “Bild Kollektion”. Das besondere daran, neben ihrer Farbigkeit: Auf dem Bund der Buxen steht “AL emotion”.

    Muttu habba, dachte ich mir – und besorgte die “AL”-Edition, die gerade in diesen für mich durchaus hochemotionalen Zeiten angemessen sein dürfte.

    Machte beim Kauf, übrigens, wieder einmal die Erfahrung, dass die Welt doch oft genug ziemlich überschaubar ist. Fand die “AL”-Höschen nämlich nicht gleich, sprach Personal an – ein junges, eher verunsichertes Ding, das nicht so recht Bescheid wusste. “Bist Du Praktikantin?”, fragte ich. “Ja. Woher wissen Sie? Sind Sie Lehrer?”, fragte sie zurück. Nun ist meine Frau Lehrerin und hat mit ihren Achtklässlern diese und nächste Woche Praktikumszeit, sie besucht derzeit alle an ihrer Arbeitsstelle. Und so stellt sich heraus: Bei C&A arbeitet gerade auch eine Ostschul-Praktikantin – und die wurde just heute von meiner Frau besucht.

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    Nichtssagend oder nichts sagend?

    30. Oktober 2009

    Zu Besuch in Tübingen, wo neuerdings eine Tochter studiert. Wir schlendern durch die Altstadt – und, da vor mir, da läuft doch . . . Ja, es ist Prof. Dr. Harald Floss, Urgeschichts-Ordinarius in Tübingen und einer der wissenschaftlich Verantwortlichen für die Große Landesausstellung zur Eiszeitkunst.

    Ich spreche ihn an – und wir reden so über dies und das. Über die wunderbare Ausstellung  in Stuttgart (“wird immer erfolgreicher”). Da brauche man ja keine neuen Funde mehr nachzuschieben, frozzele ich. Prof. Floss läßt sich natürlich nicht provizieren und verrät nix. Und als ich dann ausdrücklich nachfrage, ob man am Hohlenstein, der Nachbarhöhle zum Vogelherd, etwas gefunden hat, sagt er, dass er dazu nichts sage. Das solle ggf. der örtliche Grabungsleiter tun.

    Darf man also hoffen? Über einen Besuch der Landesausstellung berichtet übrigens die morgige HNP.

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    Energien spüren

    29. Oktober 2009

    Man kann nur empfehlen, die schönen Herbsttage (und vielleicht gerade auch die Herbstferien) zu nutzen und mal zum Hirschhalde-
    Steinbruch oberhalb Schnaitheims (gen Asang) zu gehen.

    Bis auf weiteres ist dort ein “Landart”-Kunstwerk des Augsburger Künstlers Hama Lohrmann zu sehen – das hat was, zumal in dieser Umgebung. Und “diese Umgebung” ist ganz besonders sehenswert: Das ist ein Steinbruch, den sich die Natur längst erobert hat. Mit vielen wertvollen Pflanzen und Tieren (deshalb bitte sorgsam die Füße setzen). Der Steinbruch hat seine eigene Geschichte; und bis 1948 haben hier Schnaitheimer Steinmetze noch den berühmten “Oolithen” abgebaut. Seither hat die Natur ein wunderbares (und eigentlich künstliches) Refugium.

    Dann sind sehenswert die “Kunstwerke”, zu denen sich Lohrmann-Adepten haben inspirieren lassen. Vom Landart-Künstler ist nur die eine, große, geometrische Arbeit. Der zweite kreisförmige Arbeit könnte, auf den ersten Blick, vom selben Künstler sein, ist aber nachempfunden. Doch der Schöpfer hat einiges von Lohrmanns Konzept begriffen _ bis zum Einbau von Natur (Moos) ins zweifarbig steinerne Objekt. Und dann blüht da ein steinernes Blümelein, das gar nicht von Lohrmann sein kann. Und dann gibt’s einige Steinhäufchen und -türmchen, die auch immerhin von Auseinandersetzung oder wenigstens Inspiration zeugen.

    Und dann hatte ich bei meiner Besichtigung noch ein besonderes Erlebnis: hier weiterlesen »

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    “V1″ im Stau

    22. Oktober 2009

    Neulich auf der Fahrt nach München, zu einer Hochzeit: Wir werden auf der A8 bald hinter Ulm überholt von einer dunklen S-Klasse-Limousine. Beim Vorbeirauschen schaue ich nach der Nummer: “HDH-V1″. Aha, da wird wohl der Voith-Vorstandschef unterwegs sein, denke ich mir; fährt vielleicht zum Münchner Flughafen.  Den großen Mercedes ziehen zu lassen, ist keine Schande, bald ist die Sache auch vergessen.

    Dann aber gibt’s einen Stau vor Augsburg; und der dauert deutlich über eine halbe Stunde. Wir müssen rechtzeitig in der Kirche sein, sind aber mit einem guten Zeitpolster gestartet. Aber der arme Dr. Lienhard - wenn der jetzt seinen Flugzeugstart verpasst? Voith kann im Augenblick jeden positiven Abschluss gut brauchen. Was macht der Voith-Obere denn nun?

    Irgendwie schaffen wir es, eigentlich unerklärlicherweise, beim Stop and Go vor Augsburg wieder aufzuholen – und stehen nun auf gleicher Höhe wie der “V1″. Die hinteren Scheiben sind abgedunkelt; aber wie’s ausschaut, sitzt da gar niemand drin. Ist also nur der Chauffeur allein unterwegs. Geht’s also umgekehrt? Wird der Voith-Vorstand am Münchner Flugplatz abgeholt?

    Und muss er dort nun warten? Nun gut, das ist weniger schlimm als einen Start zu verpassen. Muss der CEO halt ein Käffchen trinken.

    Oder hat der Voith-Chauffeur ein ebenso komfortables Zeitpolster wie wir? Denn wir schaffen es, noch rechtzeitig vor der kirchlichen Trauung dem Neffen zu gratulieren.

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    HNP-Blog wird gelesen!

    7. Oktober 2009

    Gestern schrieb ich am späteren Nachmittag den untenstehenden Blog: Mein Fast-Zweitgutachter schreibt jetzt Krimis - und kommt ins Hasenloch. Ich ging nach Erledigung der Tagesarbeit kurz Essen und dann ins Konzerthaus, wo der Theaterring seine Saison mit einer sehr interessanten Inszenierung eröffnete (Besprechung in der HNP; samt Vergleich mit der Naturtheater-Inszenierung desselben Stücks wenige Monate vorher). Im Foyer wurde ich angesprochen auf den ja gerade erst ins Netz gestellten Blog.

    Das freut einen natürlich, so unmittelbar zu erfahren, dass der HNP-Blog auch tatsächlich Leser hat. Auch solche, die noch nicht geantwortet haben. Auch solche (ich trete dem Betreffenden, hallo hallo, da sicher nicht zu nahe), die nicht mehr zu den Allerjüngsten gehören.

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    Fast mein Doktorarbeits-Gutachter!

    6. Oktober 2009

     

    Was . . – ach? – nein! Es war erst der zweieinhalbste Blick, der einen Verdacht aufkommen ließ - und dann mit Erkennen und Erinnern belohnt wurde. Ich redigiere da ganz geschäftsmäßig einen Artikel über die Lesung eines Krimiautors namens “Axel Kuhn” bei den Giengener Naturfreunden. Und dann steht da irgendwann, dass besagter Romancier bis zu seiner Ruhestandssetzung Professor für Neuere Geschichte an der Uni Stuttgart war.

    Das hab’ ich ebendort studiert, also schaue ich mir das Bild und die Vita noch einmal etwas genauer an. Und mir fällt ein: Ja klar, Prof. Axel Kuhn, linker Historiker, der sich um die Geschichte der Freiheitsbewegungen besonders bemüht hat. Klar, hab’ ich Seminare und Vorlesungen besucht.

    Und fast wäre der ja Zweitgutachter meiner Doktorarbeit geworden. Bei dieser geht es um die Arbeiterschaft und die Unterschicht des ausgehenden 19. Jahrhunderts in den Romanen Theodor Fontanes - das sollte ursprünglich eine interdisziplinäre und so auch begutachtete Arbeit werden; neben dem germanistischen hätte dann Axel Kuhn den historischen Gutachter gemacht. Bereit wäre er gewesen; aber dann kam es doch anders und wurde ein zweiter Germanist eingeschaltet.

    Also: Der Kuhn schreibt jetzt Krimis? Und liest bei den Naturfreunden im Hasenloch? Am Samstag (10. Oktober, 20 Uhr) – wenn irgend möglich, muss ich da hin. Dass ich letztmals Kontakt hatte mit ihm, dürfte 27 oder 28 Jahre her sein. Auf dem Foto hätte ich ihn auch nicht gleich erkannt. In realo wird er sich mit mir vermutlich noch viel schwerer tun.

    Immer mal wieder blitzen so Erinnerungen an die Studienzeit hoch. Mit meinem Urgeschichts-Prof. Adam war’s genauso. Schließlich hat er noch gelegentlichen Kontakt nach Steinheim und ich zu den Erforschern des Vogelherds. Er hat mir neulich einen Brief gesandt!

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    Wirbelwind

    23. September 2009

    Gerade, in der Mittagspause, einen herrlichen Termin gehabt: Breakdance am ZOB. Ein 31jähriger Berufsbreaker, aus Überlingen/Berlin, immerhin mal deutscher Vizemeister, tanzt für das modellhafte Heidenheimer Jugendkultur-Projekt “Respect!” Und jetzt wirbelt er, auf einer Hand oder zwei Händen und mit teils unglaublicher Schräglage, gleich neben der Öllache am Busbahnhof.

    Nein, Berührungsängste hat der nicht. Im privaten Gespräch outet er sich als “Nikeaner”; von den Schuhen bis zur Mütze trägt alles das entsprechende Label. Das Nike-Deo hat freilich schon ein wenig nachgelassen.

    Aber der Wirbelwind hat ja bereits an zwei Schulen mächtig was hergemacht.

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    Flott!

    17. September 2009

    Eben gesehen: Flotter Mini, flotte Fahrerin. Auto-Nummer: -MY 911. Das ist ganz unporschemäßig flottes Understatement!

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer


    Entrollert

    15. September 2009

    Hab’ ich doch gestern abend glatt meinen Roller verkauft. Damit fällt künftig ein Drittel meiner “klassischen Entspannungs-Trias” weg, die ich vor Jahren mal so definiert habe: “therapeutisches Rasen – meditatives Rollern – regeneratives Radeln”. Also gut, nicht mehr mit schön gleichmäßiger Drehzahl und mit gleicher Frequenz dazu ein “Ommm” auf den Lippen übers Härtsfeld getuckert. Schade, das hat was – solange sich nicht von hinten ein schneller Lastwagen aufdrängt.

    Motorrad und Rad gibt’s noch; und dazu eine vierte Betätigung, die auch ganz schön entspannen und entfrusten hilft: das Laufen. Da steht immerhin für nächsten Sonntag das Halbmarathon in Ulm an.

    “Ommm”!

      Geschrieben von Manfred Allenhoefer