• Home
  • Frage der Woche
  • Über uns
  • Hilfe zum Blog
  • Impressum
  •  

    Zehn Meter geh’n

    5. März 2010

    Falls das jemand interessiert: Bin gestern schon vor neun in die Buntkarierten. Schuld dran war Frau Klum. Die sucht jetzt wieder Topmodels. Als Vater zweier Mädchen im Teenager-Alter hat man an solchen Abenden keinen Einfluss aufs Fernsehpogramm. Zickende Hungerhaken machen inzwischen mehr Quote als die Champions League. Obwohl die Models ja nur ”zehn Meter geh’n”, wie Chris Böttcher treffend singt. Aber die sogenannte “Dschüri” mit Heidi und Payman (oder wie er heißt) verkauft uns diesen Schönheitswahn als handle es sich um eine neue Wissenschaft. Man wird heutzutage schon ganz schön für dumm verkauft, wenn man zur Primetime in die Röhre guckt. Ein Landwirt hat mir neulich gesagt, eine Bezirksrindviehschau sei vom Prinzip her ja auch nichts anderes als eine Model-Show. Warum also in die Ferne schauen, wenn man das Orginal vor der Haustür hat?

    Fernsehtechnisch betrachtet scheint das Wort Unterhaltung mittlerweile auszusagen, dass es sich hier um eine Haltung handelt, die sich unterhalb jeglichen Niveaus befindet. Aber auch nach unten gibt’s noch Grenzen. Nichts dagegen, dass Bauer Josef seine Narumol kriegt. Aber bei der Hochzeitsnacht muss ich ja nicht unbedingt dabei sein.

      Geschrieben von Thomas Grueninger


    Naschkater

    1. März 2010

    Heute verrate ich Ihnen ein süßes Redaktionsgeheimnis: Die schreibenden Männer in der Redaktion stehen auf Süßigkeiten. Der Vorrat an Naschwerk geht eigentlich nie aus. Und wenn, dann dauert die Nachfrage an die Sektretärinnen keine Viertelstunde: “Gibt’s noch Gummibärchen?” In den meisten Fällen können die netten Damen helfen. Und falls einmal der Vorrat ausgeht, dann findet sich schnell ein edler Süß-Spender. (Im Falle des Beweis-Fotos war es ein Abschiedsgeschenk der Praktikantin, die wohl sehr schnell hinter das süße Redaktionsgeheimnis gekommen war. Vielen Dank an dieser Stelle!)
    Die Nasch-Schale steht strategisch gut platziert direkt auf der Theke, an der man täglich zig Male vorbei läuft. Die Versuchung liegt quasi in Reichweite: ein schneller Griff - und schon ist ein süßer Happen verspeist. Thomas Gottschalk könnte es nicht besser.
    Vielleicht muss man sich als Redakteur das Leben ein wenig versüßen angesichts der manchmal doch recht bitteren Realität, mit der man es täglich zu tun hat. Oder haben Sie eine andere Theorie?

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Psssst! Hey, Du!

    25. Februar 2010

    Also gut. Achim Bullinger, der schillernde Ex-Heidenheimer mit den vielen Fans vor Ort, ist also auch auf arabischem Boden irgendwie angeeckt und verurteilt worden. Das stand dieser Tage (endlich) in der Zeitung. Und jawoll, man hat seit MONATEN darüber getuschelt. Hat’s die verschlafene Presse jetzt endlich auch mitbekommen?

    Zugegeben, das klingt irgendwie wahnsinnig kritisch und aufgeklärt. De facto ist es aber Quatsch.

    Auch wir haben seit MONATEN davon gehört, dass Achim Bullinger irgendwelche Probleme habe. Mal hieß es, er dürfe nicht mehr ausreisen, mal hatte man ihm den Pass abgenommen, mal war er in Haft und mal unter Hausarrest und mal war eben in Dubai auf dem Marktplatz geköpft worden. Pssst! Habt Ihr schon gehört?

    Seriöse Medien und die Gerüchteküche - das passt durchaus zusammen. Das Problem ist aber, aus dem Gerücht mehr zu machen. Irgendwelche Geschichten kann jeder erzählen - wenn aber die Druckerschwärze ins Spiel kommt, sollte etwas “Wurst auf dem Brot” sein, wie wir Journalisten sagen.

    Das hat bei Bullinger ewig gedauert. Man ruft ihn an. Er dementiert (Karin Fuchs hat das in dem Artikel beschrieben, blättert auf www.hnp-online.de oder holt Euch endlich ein Abo) und erzählt ganz andere Sachen. Man fragt Freunde, die auch dementieren. Woher soll eine ordentliche Bestätigung kommen? Ich selbst hatte irgendwann jeden ausgelacht, der mir die Bullinger-Geschichte erzählte. Karin Fuchs indes wurde stutzig, als Bullinger den zweiten oder dritten Besuch in Heidenheim absagte, und schließlich hatte sie die Idee mit dem Auswärtigen Amt. Super … die Frau lässt eben nicht locker.

    Man darf über diesen Coup aber auch nicht vergessen, dass 99 Prozent aller Gerüchte Blödsinn sind. Daran ändert sich auch nichts, wenn man sie über Monate oder gar Jahre hört. Acht Jahre lang machte zum Beispiel der C&A in Heidenheim zu. Immer wieder und wieder: “Pssst! Wisst Ihr schon?” Acht Jahre habe ich bestimmt 30mal den Marktleiter angerufen, jedesmal war es Unfug.

    Oder Leonhard S. der Messerstecher vom K 2. Fast ein Jahr lang wurde kolportiert, er sei tot. “Hat sich in der Zelle erhängt” - “wurde von Russen erdolcht” - “hatte Krebs”. Auch hier das gleiche Spiel: Immer wieder die Polizei angerufen, immer wieder in Berlin (dort war der Knast) recherchiert - immer wieder Fehlanzeige.

    Oder die Memminger Wanne in Giengen: Angeblich haben ja der einstige Giengener OB und ein Bauunternehmer russlanddeutsche Einwanderer ”persönlich mit dem Bus am Flughafen” abgeholt, um den Giengener Stadtteil zu errichten. Hat jemand Beweise? Auch der Straßensrich in den Tiefgaragen des Viertels stellte sich leider als kompletter Blödsinn heraus.

    Oder das Cross-Border-Leasing der Stadt Heidenheim in Sachen Abwassernetz: Zwischen 2008 und 2010 haben uns schätzungsweise 200 Menschen mitgeteilt, dass der Deal geplatzt sei - er lebt aber und ist weiterhin wohlauf. Das hat nichts damit zu tun, ob man das gut findet oder nicht.

    Ich könnte wahrscheinlich noch fünf Bildschirme lang so weitermachen. Aber ich wollte nur erklären, warum wir Gerüchten mit einer gesunden Skepsis begegnen. Dass wir all die Informationen nicht überhaupt in die Tonne treten, liegt an den seltenen “Treffern”: Als Voith in Heidenheim dereinst beschloss, sein neues Hauptquartier nicht zu bauen, gab es monatelange Gerüchte - die letztendlich wahr waren. Und bei Achim Bullinger lagen die Gerüchte wohl auch nicht so daneben.

    Grund genug, auch weiter auf Gerüchte zu hören - dann aber auch mit ihnen zu arbeiten. Wenn am Ende eine belastbare Quelle zu finden ist, hat es sich gelohnt. Wenn nicht, dann weg damit. Ich sage das auch als jemand, der für den Lokalteil unserer feinen Blätter in den Knast wandern könnte.

    Und dort am Ende Achim Bullinger trifft…

      Geschrieben von Hendrik Rupp


    Fotografierverbot: Strenger als am Roten Platz

    24. Februar 2010

    Während Google für sein neues Bilder-Tool “Google Streetview” munter drauflos fotografiert, haben unsere Fotografen es manchmal gar nicht so einfach, wenn Sie mit der Kamera anrücken. Dabei wollen Sie bestimmt keine Privatsphäre verletzten. Schon gar nicht heute, als wir bei einem Supermarkt anfragten, ein paar Whisky- und Champagnerflaschen fotografieren zu dürfen. Das Bild sollte zur Illustration einer dreisten Diebstahl-Masche dienen.
    Doch wir bekamen eine Abfuhr. “Grundsätzlich” dürfe in ihren Häusern nicht fotografier werden. Da gibt es keine Ausnahme.
    Wir schüttelten nur den Kopf. Die sind ja strenger als in Moskau, wo es angeblich eine Woche lang dauert, bis eine Pressefotograf seine Fotografiererlaubnis erteilt bekommt.

    Dass in Deutschland nicht jeder und überall fotografiert werden kann, ist eigentlich eine gute Sache. Es gibt hoheitliche und private Bereiche, wo die Privatsphäre geschützt wird oder zum Beispiel Wirtschaftssspionage ausgeschlossen wird. Aber auch zur Terrorabwehr wurden Fotografierverbote verhängt. Nicht erlaubt ist es in Deutschland zudem, während laufenden Gerichtsverhandlungen zu fotografieren.

    Nun hat also auch das Kaufhaus von seinem Recht als Hausherr Gebraucht gemacht. Was tun? Wir fragten einfach bei der Konkurrenz nach. Und siehe da: Sie empfingen die Pressefotografin ohne Vorbehalte und ließen sie ihre Arbeit tun.

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Hilfe! Wer hilft beim Recherchieren?

    22. Februar 2010

    Es gibt einen Heidenheimer, über den die Gerüchteküche immer vor sich hin köchelt: Achim Bullinger. Am Ende nahm ich es nicht mehr ernst, wenn wieder ein Informant uns zusteckte, dass der gewiefte Heidenheimer Geschäftsmann in Dubai, seiner neuen Wahlheimat, im Knast sitzt. Schließlich hatte ich mit Achim Bullinger vor Weihnachten persönlich telefoniert. Und Anfang Februar hatte ihn ein Kollege am Apparat. Wer im Knast sitzt, kann nicht telefonieren, so unsere Einschätzung.

    Doch irgendwie häuften sich die Gerüchte seit Jahresende schlagartig. Was tun? hier weiterlesen »

      Geschrieben von Karin Fuchs


    Strömt etwas von der Erhöhung in Rathaus?

    20. Februar 2010

    Die Stadtwerke Heidenheim erhöhen zum 1. April den Strompreis. Längst fällige steuerliche Erhöhungen würden jetzt weitergegeben. Doch am Hungertuch nagt die 100-prozentige Tochter der Stadt nicht, wie man an den Millionen-Überweisungen an Konzessionsabgabe und Gewinnen an den Stadtsäckel sehen kann. Hat  da womöglich der von Stadtverwaltung und Gemeinderat dominierte Aufsichtsrat angesichts der sich abzeichnenden Finanzprobleme der Stadt etwas Druck gemacht? Ein Lump ist wer sich etwas Böses dabei denkt!

    Ich meine, angesichts der finanziellen Probleme, die nicht nur die öffentliche Hand, sondern auch die Privathaushalte haben, hätten die Stadtwerke  auf die Strompreiserhöhung mindestens bis zum Jahresende verzichten können. Wer Millionen für nicht kostendeckende Einrichtungen wie die Schlossberg-Tiefgarage hat, der hat zumindest psychologisch schlechte Karten, wenn er an der Strompreis-Schraube dreht - und zwar nach oben.

    Das mögen andere anders sehen. Ich verfolge die Stadtwerke-Politik seit fast 30 Jahren. Millionen-Summen, wie sie der aktuelle Vorstand Dieter Brünner an den Stadtkämmerer und Stadtwerke-Aufsichtsrat Dieter Zeeb überweist, gab es in der Ära vor Brünner zwar auch, aber bei weitem nicht so hohe und vor allem noch in D-Mark und nicht in Euro.

    Sei’s drum: Ich bin wohl der einzige, der sich an der Strompreiserhöhung stößt. Dabei sind ja 6,2 Prozent kein Pappenstiel. Wer kriegt in diesen schwierigen Zeiten schon 6,2 Prozent mehr Lohn oder Gehalt?

      Geschrieben von Richard Wachter


    Die Straßen von San Heidenheim

    18. Februar 2010

    Kennt eigentlich jemand außer mir das ADRESSBUCH von Heidenheim? Eine schöne, alte, überaus nützliche Einrichtung: Alle Einwohner, die sich nicht dagegen wehren (und weil keiner das Adressbuch kennt, wehrt sich auch niemand), weden darin aufgeführt, und zwar entweder im Personenverzeichnis oder Straßenweise Hausnummer für Hausnummer. Das ist toll, denn anders als im Telefonbuch stehen dort ALLE gemeldeten Bewohner eines Hauses. Man kann also nachschauen, ob der Nachbar wirklich “Hieronymus” mit zweitem Vornamen heißt, oder ob er tatsächlich sieben Kinder angemeldet hat. Naja.

    Richtig nützlich ist so ein Adressbuch aber auch, weil es die einzelnen Straßen erklärt. Man liest dann zum Beispiel, dass der Schmittenplatz in Mergelstetten nicht etwa von Frau Schmitt erfunden wurde, sondern auf eine “Eisenschmitte” zurückgeht. Oder dass das “Knupfertal” in Schnaitheim nach einem ollen Hammer benannt ist, den die Urahnen in den Steinbrüchen des Ortes schwangen. All das sind tolle Informationen, und ich meine das völlig ernst.

    Freilich hat der Verlag des Buches (eine Gesellschaft aus München) ein bissel übertrieben. Man erklärt nämlich nicht nur die kuriosen Adressen mit wissenswerter Geschichte, sondern ALLE Adressen.

    Kostprobe? “Lindenstraße - Benannt nach dem Laubbaum Linde”. Nein wirklich? “Marderweg - benannt nach dem Raubtier Marder”. Verblüffend! “Ludwigsburger Weg - Benannt nach der württembergischen Stadt Ludwigsburg”. Wären wir nie drauf gekommen! “Ahornstraße - Benannt nach dem Baum Ahorn aus der Gattung der Ahorngewächse”. HAMMERHART! “Spechtweg - Benannt nach dem Specht aus der Familie der Spechtvögel” ICH FASSE ES NICHT!

    Naja - da lobe ich mir doch die spannenderen Einträge. Zum Beispiel die “Hauptstraße - Benannt nach dem Bolheimer Stadtplaner Hannes Haupt (1291-1362), der 1344 unterm Hellenstein die erste Fußgängerzone im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation anlegte. “Eyn Strass wo nit anders sull Gewerb treyben als viel Optikker, Kaffeehaus und grausyg Schnellbäckereyn”.

    Jetzt wissen wir das auch.

      Geschrieben von Hendrik Rupp


    Sieben Hundertstel!!

    15. Februar 2010

    Natürlich kann man mir vorwerfen, ein Spielverderber zu sein. Aber ich VERACHTE die Olympischen Winterspiele. Sogar noch mehr als die Olympischen Sommerspiele.

    Ich will gar nicht vom Sinn dieser überbewerteten Leibesertüchtigungen anfangen. Es ist für die Geschicke der Welt vollkommen belanglos, wer in Vancouver (das liegt in Kanada, einem enorm großen und enorm unwichtigen Land auf dem nordamerikanischen Kontinent) als Erster den Hang herunterkommt. Aber es werden Milliarden aufgewendet, um diesen Unfug auf die Sekunde um den Globus zu verbreiten. UN-Klimagipfel? Och nööö, das interessiert ja nun nicht wirklich so sehr…

    Dann die Sportlerauswahl. Olympische Winterspiele sind eine Ausgeburt alteuropäischer Arroganz. Nicht einmal ein Drittel aller anerkannten Nationen (also UN-Staaten ohne Bergkarabach, Schnaitheim und so) nimmt teil. Wie will man in Gabun auch Loipen spuren?

    Was übrig bleibt, sind die üblichen Verdächtigen aus unattraktiven Staaten. Musluschiwjietschnikow aus Kaputtnistan (”Ai du gutt reiß, ai du!”), Södenbrödbö aus Saukaltenland (”I am, ahhh, quite, ahhh, enthusiastic”) und natürlich der Geißenpeter aus Nepp im Winkl (”An subba Schnöö hama ghobt, also an subba Rännan und an subba also subba…”)

    Naja - noch heller als viele Sportler sind natürlich die Sportjournalisten im Rundfunk. Wobei - an einem Punkt muss ich sie in Schutz nehmen: Früher dachte ich, es sei einfach mangelnder Hirnmasse geschuldet, wenn bei diesem Sport-Karneval immer von der “Olympiade” die Rede war - was, wir Altphilologen wissen es alle, ja für die Zeitspanne ZWISCHEN den Olympischen Spielen gilt. Inzwischen hat mich ein ARD-Kollege aufgeklärt: Es gibt ein OLYMPIA-Schutzgesetz. Ehrlich: Man darf in Deutschland als Zeitung nicht einfach so die Ausdrücke “Olympia”, “Olympische Spiele” undsoweiter in den Mund nehmen - falls man das nämlich zur Bewerbung eigener Aktionen verwendete, kann man in Grunderzboden verklagt werden.

    Nun ja. Trotz inzwischen wieder rund 1000 Page Impressions am Tag (Danke sehr!) ist dieser nette kleine Weblog nicht angetan, das IOC zu stürzen und die Winterspiele an den geeigneten Ort zu verschieben (Also Kaputtnistan, im Wechsel mit Saukaltenland). Es wird also dabei bleiben, dass ich abends die Tagesschau sehen will und stattdessen irgendwelche Hirnis den Hang hinunterrutschen.

    Einer ist übrigens sieben Hundertstel Sekunden schneller als der andere. Ich habe keine Ahnung von Wintersport, kenne mich aber ein bissel mit Motorsport aus. Sieben Hundertstel wären dort ein Fotofinish - man würde also mit bloßem Auge gar nicht erkennen, wer als erster ankam, wenn die Damen und Herren gleichzeitig auf die Piste gingen. Naja - beim Wintersport fährt einer nach dem anderen.

    Dauert ja auch länger so.

      Geschrieben von Hendrik Rupp


    Am Rosenmontag bin ich geboren…

    14. Februar 2010

    Der  Fasching lässt sich derzeit nicht mal weiträumig umfahren. Kein Entkommen. Aber warum auch? Ich kann Faschingsmuffel nicht verstehen, die glauben, die fünfte Jahreszeit sei nur was für Leute mit Alkoholproblem. Dabei lässt sich doch selbst aus dem einfachsten Faschingsschlager so mancher Denkanstoß für unser Leben in heutiger Zeit erfahren. Zum Beispiel (bitte im Dreivierteltakt mitschunkeln, oder aber in die Polonaise einsteigen):

    “Es gibt kein Bier auf Hawaii, drum bleib ich hier.”  (Kampagne der Bundesregierung gegen die Abwanderung gut ausgebildeten Fachpersonals ins Ausland.)

    “Auf und nieder immer wieder.”    (Wiederspiegelung der Wirtschaftskrise, insbesondere im Hinblick auf die Aktienkurse.)

    “Wir machen durch bis morgen früh.”    (Arbeitsmotto von Guido Westerwelle, im Gegensatz zu den von ihm an den Pranger gestellten Hartz-IV-Empfängern, die bekanntlich nur eines im Sinn haben):    “Jetzt geht die Party richtig los!”

    “Humba Humba Humba Tätärääää.”     (Kurzzusammenfassung von Politikerreden auf lokaler bis zur Bundesebene.)

    “Wir kommen alle, alle, alle in den Himmel.”     (Schlummerlied von Benedikt XVI, dringend nötig angesichts von Piusbrüderschaft, Priestermangel und Mißbrauchsgeschichten in der katholischen Kirche).

    Tja, wahrscheinlich gibt’s noch mehr… Aber bitte schnell: Am Aschermittwoch ist alles vorbei!

      Geschrieben von Dieter Reichl


    O weh, so viel Schnee

    11. Februar 2010

    Für alle, denen dieser Winter ähnlich auf den Keks geht wie mir, hier ein kleines Verslein. Ich wollte dieses Gedicht übrigens einschicken für die Vierzeiler-Aktion “So ein Bier” von Stuttgarter Hofbräu. Aber das hatte keinen Sinn, denn es kommt kein Bier drin vor und es ist auch kein Vierzeiler. Jetzt gönne ich mir heute Abend eine Vers-Maß - wenn’s sein muss auch von Hofbräu.

    Es tut mir in der Seele weh/wenn ich die Menge Schnee jetzt seh.

    Bei soviel Weißem auf der Schippe/schmeckt nicht mal mehr die Frühstücks-Kippe.

    Doch freut es mich nun deshalb auch/dass ich seit Jahren nicht mehr rauch.

      Geschrieben von Thomas Grueninger