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HZ-Online - Aktuelles und Informatives aus der Region Heidenheim

08.02.10 20:05
Weg vom Acker: Der meiste Klärschlamm wird verbrannt
Kläranlage in Mergelstetten: Wilhelm Schmid, Herr der Kammerfilterpresse, entwässert den Klärschlamm. Foto: Jennifer Räpple

Kreisweit summiert sich der in den Kläranlagen aus den Abwässern gefilterte Schlamm auf rund 4000 Tonnen im Jahr, wovon 3280 Tonnen in der Müllverbrennung verheizt werden. Landesweit ist der Anteil des verbrannten Klärschlamms in den zurückliegenden Jahren stetig gestiegen und hat mittlerweile 87 Prozent erreicht. Im Landkreis liegt diese Quote bei 82 Prozent. Zum Vergleich: Die Nachbarn im Ostalbkreis, im Alb-Donau-Kreis und in Göppingen bringen es auf einen Anteil von über 90 Prozent. Die vom Land präferierte Abkehr von der sogenannten bodenbezogenen Klärschlammverwertung ist auch zwischen Alb und Härtsfeld nachzuvollziehen. Auch der Kreislaufwirtschaftsgedanke rechtfertige es nicht, die mit hohem Aufwand aus den Abwässern entfernten Schadstoffe über die Landwirtschaft wieder breitflächig in der Umwelt zu verteilen, argumentiert man im Umweltministerium, dessen Angaben zufolge im Jahre 2008 nur noch 83 Tonnen auf Äckern des Landkreises Heidenheim ausgebracht worden sind.

 
08.02.10 20:00
Heroinhandel: 18-Jähriger muss zweieinhalb Jahre ins Gefängnis
Heroin: Oft versetzen Konsumenten ihren gesamten Besitz, um die Sucht zu finanzieren, was meist mit einem sozialen Abstieg verbunden ist. Ein 18-jähriger Giengener wurde nun wegen Handels mit der Droge verurteilt. Archivfoto

Obwohl er nach Jugendstrafrecht verurteilt wurde, muss ein 18 Jahre alter Giengener wegen des Handels mit Heroin für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Dass das Strafmaß so hoch ausfiel, hat seinen Grund: der nicht berufstätige 18-Jährige hat bereits etliche Vorstrafen auf seinem Konto – zwar nicht wegen Drogendelikten, aber zuletzt war er immerhin wegen gefährlicher Körperverletzung zu eineinhalb Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Dem vorsitzenden Richter Jens Pfrommer fiel es schon auf: am 12. November vergangenen Jahres fand die Verhandlung in dieser Sache statt, und nur zwei Tage später machte sich der Angeklagte auf, um in Frankfurt Drogen einzukaufen. Der junge Mann redete am Montag gar nicht erst um den heißen Brei herum, sondern gestand alles ein: Ja, er sei von einem Kumpel nach Frankfurt gefahren worden, um Heroin einzukaufen, und zwar mit dem Ziel, dies gewinnbringend weiter zu verkaufen. 900 Euro habe er bezahlt für rund 50 Gramm.

 
08.02.10 19:54
Sieben Neuanmeldungen: Zanger Schule steht auf der Kippe
Schon im Sommer könnte es mit der idyllischen Dorfschule in Zang zumindest vorübergehend vorbei sein.  Foto: gst

Die Schließung des Kindergartens in der Waldsiedlung hat Königsbronn gerade so einigermaßen verdaut, da droht schon das nächste Opfer demographischen Wandels: Die Zanger Dorfschule, eine Grundschulfiliale der Georg-Elser-Schule Königsbronn mit nur zwei Klassen (15 Erstklässler), ist in ihrem weiteren Fortbestand gefährdet. Der Grund liegt in der stark zurückgegangenen Zahl der Kinder und vor allem aktuell darin, dass in Zang fürs neue Schuljahr 2010/2011 voraussichtlich nur noch sieben Kinder zur Einschulung angemeldet werden, zumindest nach den bisher vorliegenden Geburtenzahlen. Dass in den nächsten Monaten Familien mit schulpflichtigen Kindern in größerer Zahl nach Zang ziehen werden, erscheint eher unwahrscheinlich. Nicht wirklich hilfreich ist in diesem Zusammenhang zudem, dass der Königsbronner Teilort Zang mit insgesamt 1484 Einwohnern den Bevölkerungsstand im Vergleich zu den anderen Teilorten Ochsenberg und Itzelberg sowie zur Muttergemeinde 2009 zumindest stabil halten konnte und nicht unter weiterer Schrumpfung litt.

 

Aktuelle Kurzmeldungen aus der Region

09.02.10 00:47
FCH-Spiel: Probleme beim SMS-Empfang

Der kostenlose SMS-Service unserer Zeitung, der die Zwischen- und Endstände von FCH-Fußballspielen direkt aufs Handy sendet, funktionierte am vergangenen Samstag nicht in gewohnter Zuverlässigkeit. Schuld war ein Engpass beim Netzanbieter O2. Bis zum Spiel in München (Sonntag, 14 Uhr) sollte der Service wieder funktionieren, die Techniker sind dem Problem auf der Spur.

08.02.10 15:31
Mit 2,3 Promille durch die Stadt gekrochen

Kurz nach 8 Uhr am Sonntag fiel vor der Polizeiwache an der Schwagestraße in Giengen ein 52-Jähriger auf, der sich auf allen Vieren fortbewegte. Eine Überprüfung ergab, dass der Mann deutlich alkoholisiert war. Er pustete auf der Wache rund 2,3 Promille ins Testgerät. Nachdem ein Arzt die Haftfähigkeit bescheinigt hatte, wurde er zur Ausnüchterung in Gewahrsam genommen.

08.02.10 15:31
Druckluftwaffe in Maschinenpistolenform

Optisch von einer Maschinenpistole kaum zu unterscheiden war eine Druckluftwaffe, die ein Jugendlicher am Sonntag gegen 18.30 Uhr in der Heidenheimer Innenstadt mit sich führte. Er fiel einer Polizeistreife auf. Die Polizeibeamten stellten die Waffe zum Verschießen von Kunststoffkügelchen sicher und prüfen, ob aufgrund der Geschossenergie ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt